• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport

Fußball-Nationalelf: „Panikorchester in Abwehr“ bereitet Sorgen

15.10.2020

Köln Beim Abschied aus Köln verkündete Joachim Löw eher nebenbei noch das EM-Halbfinale als „Minimumziel“. Dabei nimmt der Bundestrainer nach einem turbulenten und kontrovers diskutierten Länderspiel-Dreierpack ein fragiles Gebilde mit für die nächsten Aufgaben im November. Das abschließende 3:3 in der Nations League gegen die Schweiz nährt mehr die Zweifel als die Hoffnung, dass der Bundestrainer bis zum kommenden Sommer unter Zeitdruck und den weiterhin speziellen Bedingungen der Corona-Pandemie die Defizite bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beheben kann.

Offensiv hui, defensiv pfui

Die dritte Partie in einer Woche wurde zur Zustandsbeschreibung. Während die Offensivabteilung mit Timo Werner, Serge Gnabry sowie dem erstmals im Nationalteam richtig überzeugenden Kai Havertz jeden Gegner in helle Aufregung versetzen kann, gleicht die Defensive einem Torso. Die Umstellung von der Dreierkette auf die frühere Erfolgsvariante Viererkette verstärkte diesmal noch die Instabilität. „Wir müssen besser, klüger und erwachsener verteidigen“, befand Havertz.

Sieben Tore kassierte das deutsche Team in drei Spielen. Die acht eigenen Treffer reichten so nur zum Sieg in der Ukraine. Die Außenspieler Lukas Klostermann und Robin Gosens zeigten sich gegen die Eidgenossen auf einem Niveau, das für Löws Minimumziel 2021 nicht reichen wird. Und auch die im Vergleich erfahreneren Innenverteidiger Matthias Ginter und Antonio Rüdiger offenbarten mehr Schwächen als im Dreier-Abwehrverbund.

Die Schweizer Zeitung „Blick“ schrieb gar von einem „deutschen Panikorchester in der Abwehr“ und befand: „Das Team von Löw steckt in einer monumentalen Schaffenskrise.“ Der zweimal erfolgreiche Mario Gavranovic und Remo Freuler bestraften die Mängel. Werner, Havertz und Gnabry schlugen zurück. „Gut, dass wir zurückgekommen sind. Wir haben echt gefightet. Aus den Rückschlägen kann man stark hervorgehen“, so Löw.

„Bewusst viel riskiert“

Der Chefcoach ordnete den Abend der offenen Abwehrreihen in das große Ganze seines EM-Plans ein. „Wir haben bewusst viel riskiert“, sagte der 60-Jährige: „Wir haben überall auf dem Platz Mann gegen Mann gespielt.“ Fehler waren sozusagen einkalkuliert. Auch die Pause für den eigentlichen Abwehrchef Niklas Süle gehörte zu Löws durchaus weitsichtiger Strategie: „Bei ihm muss man vorsichtig sein. Er hat gerade einen Kreuzbandriss auskuriert.“ Beunruhigt blickt der Bundestrainer nicht in Richtung EM: „Wir haben schon noch ein paar Spiele. Das alles Entscheidende wird die Vorbereitung sein.“

NWZ Bundesliga-Tippspiel 20/21
Wer wird Tippspiel-König 20/21? Am besten gleich mittippen und jeden Spieltag um einen 50€-Gutschein von Möbel Weirauch spielen!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.