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NWZonline.de Sport

Manipulation: Nach Doping-Urteil droht monatelanges Tauziehen

11.12.2019

Köln Schnelle Klarheit oder monatelange Hängepartie? Nach der beispiellosen Dopingstrafe für Russland wartet die Sportwelt gebannt auf die Antwort der Sport-Großmacht. Doch spätestens seit den unmissverständlichen Äußerungen von Staatspräsident Wladimir Putin ist wohl klar: Die Vierjahressperre mit Auswirkungen auf die Olympischen Spiele 2020 und 2022 sowie die Fußball-WM wird Russland nicht auf sich sitzen lassen. Der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS und ein langer Rechtsstreit scheinen unausweichlich – ein Ende der Russland-Affäre ist auch nach dem Urteil von Montag wohl nicht in Sicht.

Russland habe „alle Gründe, Einspruch einzulegen“, betonte Putin am Rande des Ukraine-Gipfels in Paris. 21 Tage Zeit hat das Riesenreich, um gegen die wegen manipulierter Dopingdaten ausgesprochenen Sanktionen vorzugehen. In diesem Fall drohen weitere Wochen und Monate voller Ungewissheit. Laut dem Chef der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada, Juri Ganus, soll eine Entscheidung am 19. Dezember fallen.

„Es ist sicher für die Öffentlichkeit und vor allem für die betroffenen Athleten der denkbar schlechteste Weg, es auf langwierige, komplexe und undurchsichtige juristische Verfahren ankommen zu lassen“, sagte Nada-Vorstand Lars Mortsiefer. Doch auch er rechnet mit einem Nachspiel: „Ein Schlussstrich wird weder juristisch noch politisch schnell möglich sein.“ Denn selbst wenn die Rusada nicht vor den CAS zieht, haben noch weitere beteiligte Parteien wie beispielsweise internationale Verbände die Möglichkeit dazu. Die russischen Chancen vor dem CAS werden dagegen als schwach eingeschätzt. Der renommierte Sportrechtler Michael Lehner rechnet bei einem Einspruch aber mit einem langwierigen Verfahren, das sich durchaus bis Olympia 2020 in Tokio ziehen könne. „Das ist eine verdammt kurze Zeit. Ein halbes Jahr beim CAS ist gar nichts“, sagte er. Das Problem: Bis zu einer finalen Entscheidung treten keine Sanktionen in Kraft, jeder Einspruch hätte aufschiebende Wirkung.

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