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NWZonline.de Sport

Algerische Fans randalieren erneut

16.07.2019

Köln /Paris Hundertschaften der Polizei rücken auf den Champs-Elysees in Paris an, Menschen flüchten in Panik, Rauchbomben fliegen: Schwere Ausschreitungen in Paris haben die Feierlichkeiten der algerischen Fußballfans nach dem Finaleinzug ihrer Helden beim Afrika-Cup in Ägypten überschattet. Doch im gesamten Land meldete die Polizei Vorfälle.

Insgesamt 282 Menschen wurden festgenommen, wie das französische Innenministerium am Montag mitteilte. Von den Verhafteten seien 249 Personen in Gewahrsam genommen worden. Besonders in Paris und in Marseille leben größere Minderheiten algerischer Herkunft. Auch zahlreiche französische Fußballstars haben Wurzeln in dem nordafrikanischen Staat. Der dreimalige Weltfußballer Zinédine Zidane etwa ist Sohn algerischer Einwanderer.

Spannungen auf Frankreichs Straßen sind bei Fußballturnieren keine Seltenheit, der Erfolg der algerischen Nationalmannschaft entwickelt sich für die Behörden jedoch immer mehr zum Problem. Bereits nach dem Halbfinaleinzug am Donnerstag war die Gewalt eskaliert, unter anderem starb dabei eine Frau. Nach dem Finale gegen den Senegal an diesem Freitag (21 Uhr) dürfte mit weiteren Vorfällen zu rechnen sein – unabhängig vom Ergebnis.

Dass die Wüstenfüchse mehr denn je auf ihren zweiten Erfolg bei der afrikanischen Kontinentalmeisterschaft nach 1990 hoffen dürfen, liegt vor allem an Starspieler Riyad Mahrez. Der Teamkollege der deutschen Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan bei Manchester City verwandelte beim 2:1 (1:0) gegen Nigeria in der Nachspielzeit einen direkten Freistoß und sorgte für kollektive Ekstase. Nur wenige Meter weiter musste Gernot Rohr dagegen einsehen, dass sein großer Traum geplatzt ist. Der deutsch-französische Trainer der Nigerianer ist seit 2010 auf dem schwarzen Kontinent als Nationaltrainer tätig, mit den „Super Eagles“ wollte er erstmals den Titel holen. „Es war ein großer Kampf bis zur letzten Minute“, sagte Rohr nach der Niederlage: „Ich glaube, die Spieler wollten in die Verlängerung gehen, weil sie dachten, Algerien würde dann müde werden.“

Im Spiel um Platz drei trifft Nigeria an diesem Mittwoch (21 Uhr) auf Tunesien. Algeriens Nachbarland hatte beim 0:1 gegen den Senegal durch ein Eigentor in der Verlängerung unter ebenfalls unglücklichen Umständen seinen vierten Finaleinzug verpasst.

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