Bösel - Peter Gorke aus Bösel/Overlahe versuchte seit fünf Jahren, Schützenkönig in Bösel zu werden. In diesem Jahr hat es nun endlich geklappt. Er ist der erste Schützenkönig aus Overlahe. „Ich war ziemlich nervös während des Königschießens“, sagt er. Nachdem er die beiden Schüsse abgegeben hatte, fuhr er erst einmal nach Hause, um mit Ehefrau Heike Kaffee zu trinken. Reichen die 18 Ringe zum Stechen?

Die Frage wurde dann nach der Rückkehr zur Schießhalle schnell beantwortet: Noch zwei weitere Mitbewerber hatten sich für ein Stechen qualifiziert. „Auch beim Stechen war ich nervös“, so Gorke. Er lenkte sich mit Gesprächen ab. Denn er musste bis zum Ende zittern: Er war der letzte Schütze beim Stechen.

Mit einem Glücksbringer, den er von einem Bekannten bekommen hatte, ging es dann zum Schießstand. Nach zwei sicheren Schüssen stand schließlich fest: Peter Gorke ist neuer Schützenkönig des Bürgerschützenvereins Bösel.

„Ich konnte es erst gar nicht glauben“, blickt Gorke zurück. „Ich freue mich tierisch, König in Bösel zu sein.“ Zusammen mit seiner Ehefrau Heike kam dann große Freude über den erneuten Grund zum Feiern auf. Erst vor einigen Wochen hatten sie ihre silberne Hochzeit gefeiert.

Nach dem üblichen Freibier ging es zum Hof Gorke nach Overlahe. Hier wurde weitergefeiert. „Über 100 Gäste waren gekommen“, freuen sich beide. Dazu gehörten die Vorstände der Kompanien, der Hauptvorstand und die Freunde.

Auch ein prominenter Bekannter der Familie Gorke, der aus der Serie „Der XXL-Ostfriese“ des Fernsehsenders NDR bekannte Tier-Knochenbrecher Tamme Hanken, freut sich mit ihnen. Er hat sein Kommen zur Proklamation zugesagt.

An diesem Wochenende hat das Königspaar am Schützenfest in Petersdorf teilgenommen. „Es ist schon überwältigend, wie viele uns gratuliert haben“, so die beiden. Auch in den kommenden Tagen hat das Königspaar wenig Zeit zum Entspannen. Gemeinsam mit 30 Mitgliedern der dritten Kompanie basteln sie den Schmuck für die gesamte Overlaher Straße.

Peter Gorke ist im Bürgerschützenverein kein Unbekannter. 1991 ist er eingetreten. Er war damals das 100. Mitglied der dritten Kompanie. Seit 2001 ist er Kompanieführer der „Sandkers“. Auch Ehefrau Heike gehört den Bürgerschützen schon mehr als zwei Jahrzehnte an.