Zetel - An der ersten Runde der deutschen Schachmeisterschaft für Grundschulen aus dem Bezirk Oldenburg haben sich sieben Talente aus Zetel beteiligt. Bei einem internen Turnier über 14 Runden qualifizierten sich Jungen und Mädchen aus Zetel für die Veranstaltung in Delmenhorst: Ibrahim Remmou (IGS Friesland-Süd), Louis Lehnen, Gregory Walker, Joris Geis, Arshia Heidar (alle Grundschule Zetel), Jelto Claus und Kjell Martens (beide Außenstelle Bohlenberge). Ihr Schachlehrer ist der 79-jährige Herbert Braams. Er leitet seit 2008 die Arbeitsgemeinschaft Schach an der Grundschule in Zetel.
70 Mädchen und Jungen sind jetzt nach Delmenhorst gefahren, um dort an den Titelkämpfen teilzunehmen. Für jeden der Spieler standen sieben Partien auf dem Programm, wobei jeder Teilnehmer für ein Spiel eine Bedenkzeit von 15 Minuten hatte.
Den Verlauf der Wettkämpfe schildert Herbert Braams so: „Nach fünf Runden lagen wir auf Platz fünf. In den Runden sechs und sieben konnten wir jedoch nur mäßig punkten, so dass wir lediglich auf Rang acht landeten, punktgleich mit den Teams auf sechs und sieben, jedoch durch Brettwertung auf Platz acht.“ Leider konnte Zetels bester Spieler Ibrahim Remmou von der IGS nicht dabei sein. „Wir hätten mit ihm mindestens acht bis zehn Brettpunkte mehr erzielt und wären vermutlich auf Rang zwei oder drei gelandet“, sagt Braams.
Doch es habe nicht sollen sein. „Viel Lob gab es dennoch von den Verantwortlichen für unsere Leute, denn sie spielen ja erst seit fünf Monaten Schach.“
Lehrmeister Herbert Braams spielt seit seinem 18. Lebensjahr Schach, unter anderem für einen Wilhelmshavener Verein. Der Zeteler bringt den Schülern in der AG das Brettspiel bei. Dafür treffen sie sich einmal in der Woche. So baut er schon jetzt die Mannschaft für das kommende Jahr auf. Und Schach fördert wichtige Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen, sagt Braams. „Schach fördert die Konzentrationsfähigkeit und gleicht Lernschwächen aus. Wissenschaftler haben außerdem festgestellt, dass Kinder durch den Sport geistig und auch in ihrer sozialen Entwicklung gefördert werden.“
In 30 Ländern auf der Welt sei Schach ein Schulpflichtfach. In der AG in der Grundschule beginne jede „Trainingseinheit“ mit der Theorie, danach werde gespielt: „Auch Schachuhren kommen zum Einsatz.“ Schon frühzeitig sei erkennbar, ob ein Kind Talent habe.
