KOPER - Das Oldenburger Kata-Team Sei Kam Chow (Schwarz-Weiß Oldenburg) und Sebastian Frey (PSV Oldenburg) hat mit der Titelverteidigung bei den Judo-Kata-Europameisterschaften in Koper (Slowenien) seinen Platz in der europäischen Elite gefestigt.

Das Paar siegte mit der Wettkampfkata „Katame no kata“ souverän (459 Punkte) vor den Italienern Andrea Fregnan und Stefano Moregola (447). Auf dem dritten Platz folgte mit weiterem Abstand das spanische Team Juan Pedro Goicoechandia/Roberto Villar (433).

SWO-Trainer Kurt Teller ist mit dem Ergebnis seiner Schützlinge sehr zufrieden: „Wir hatten uns gut vorbereitet. Aufgrund eines Muskelfaserrisses war unsere Teilnehmerin Sei Kam jedoch längere Zeit nur eingeschränkt belastbar. Wir waren uns daher nicht sicher, welche Leistung sie im Wettkampf abrufen kann. Aber beide haben eine technisch saubere und dynamische Kata gezeigt, eine optimale Leistung.“

Des Weiteren stand die Teilnahme an den European Kata Open Championships auf dem Programm. Sämtliche Medaillengewinner traten an, und die Oldenburger wurden Vize-Europameister, lediglich neun Punkte fehlten zu einem weiteren EM-Titel.

„Mein Team hat am zweiten Tag eine noch bessere Leistung gebracht. Dies haben auch vier der fünf Wertungsrichter so gesehen und gewertet. Aber der fünfte Richter hat uns leider zu wenig Punkte gegeben“, bilanziert Teller dennoch zufrieden.

Sebastian Frey und Sei Kam Chow hatten im vergangenen Jahr bei den Europameisterschaften in Prag den ersten Titel überhaupt für den Deutschen Judo-Bund seit Bestehen der Kata-Europameisterschaften gewonnen. Mit dem erneuten EM-Sieg und dem zweiten Platz in den Open Championships erzielten sie exakt das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr.

Die Oldenburger können sich aber nicht auf ihrem Triumph ausruhen. Bereits an diesem Wochenende finden in Verl (Nordrhein-Westfalen) die deutschen Kata-Meisterschaften statt. Das Paar geht nicht nur aufgrund des EM-Titels als Favorit an den Start.