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Basketball Korbjäger haben großen Hunger auf noch mehr Erfolg

Jonas Gebauer

Cleverns - Basketball in Cleverns, das kommt nicht von ungefähr. Seit 1990 gibt es die SG Cleverns-Sandel, die 2006 in der Bezirksoberliga ihren sportlichen Höhepunkt feierte, bevor im Anschluss viele Spieler den Verein verließen, um in Roffhausen anzuheuern und die aus Amerika stammende Sportart bei der SG für ein paar Jahre ruhte.

Seit zwei Jahren geht es allerdings wieder kontinuierlich aufwärts. Nach einer kompletten Neugründung der Mannschaft stieg man zweimal in Folge auf und befindet sich derzeit in der Bezirksklasse. Lang verweilen will das Team dort jedoch nicht, denn das Saisonziel steht fest: „Verlustpunktfrei aufsteigen!“

Funktionierendes Team

Stark beteiligt am anhaltenden Erfolg des Basketballsports im Jeverland ist Spieler und Trainer Kai Feldmann. Vor acht Jahren startete er bei der SG Cleverns-Sandel seine Laufbahn und blieb dem Verein jederzeit treu: „Hier habe ich spielen gelernt, und hier bleibe ich auch!“ Er holte einige Jugendliche vom Basketballcourt am Sportzentrum in Jever in die Halle nach Cleverns. Anschließend kehrten auch ehemalige Akteure zurück, die nun eine Mischung aus Jung und Alt bilden. „Da lernt jeder von jedem“, freut sich Feldmann über das funktionierende Teamgefüge.

Dreimal pro Woche werden Taktik, Tricks und Schnelligkeit trainiert. Derzeit liegt der Fokus im Abwehrspiel. „Unser Vorteil ist die Geschwindigkeit“, erklärt der Spielertrainer. „Da ist es wichtig, sich hinten viele Bälle zu klauen und diese schnell nach vorne zu bringen.“ Im Vergleich sind die Spieler für eine Basketballmannschaft klein gewachsen – von 1,65 bis 1,92 m –, daher bleiben nur wenige Möglichkeiten dies zu kompensieren.

Dass es im Training jedes Mal voll zur Sache geht, beweist Feldmann selbst. „Ein blaues Auge hatte ich schon“, erinnert er sich, während er momentan an einem Nasenbeinbruch laboriert. Ist das harte Training also der Schlüssel zum Erfolg? „Wir haben einfach Hunger“, gibt er die Marschroute vor, „man muss bereit sein, an sich zu arbeiten. Wer will schon verlieren?“

Besonders positiv blickt Feldmann der guten Arbeit im Verein entgegen. So leben seine Spieler den Sport in allen Zügen, werden Schiedsrichter oder Trainer und arbeiten mit dem U-14-Nachwuchs, der im kommenden Jahr am Spielbetrieb teilnehmen soll. Neben der neu gegründeten zweiten Männermannschaft (Kreisliga) sind somit drei Teams demnächst aktiv. „Eigeninitiative ist notwendig“, lautet Feldmanns Motto.

SG-Trio ausgezeichnet

Johannes Mund, Kai Feldmann und Vjacheslav Bil erzielen bei der Ersten gemeinsam im Durchschnitt 87 Punkte pro Spiel und sind damit die Topscorer der SG. Das Basketballmagazin „Oben“ wählte die drei Akteure deshalb vor kurzem zu den „Spielern der Woche“. Ein toller Erfolg für das junge Team. „Doch es ist wichtig, dass alle gut spielen, der Rest ist nur persönlicher Erfolg“, lehnt Johannes Mund einen Sonderstatus innerhalb der Mannschaft ab. Ihn zog es vor ein paar Jahren nach Oldenburg zu den Nachwuchsteams der EWE Baskets. Er kehrte aber nach seiner Zeit bei der Bundeswehr wieder zurück nach Cleverns.

Malte Giljan spielt derweil noch immer im Nachwuchs-Bundesliga-Team der Baskets (die NWZ  berichtete). Er hat das Basketball spielen gemeinsam mit Kai Feldmann bei der SG gelernt. Ist Cleverns also eine erfolgreiche Talentschmiede im jeverschen Hinterland? „Wir sind selbst überrascht, dass alles so perfekt läuft und freuen uns natürlich wenn es so weitergeht“, sagt Mund.

Doch was begeistert ihn an diesem Sport mit den zwei Körben? „Es passiert einfach immer etwas, und es gibt viele Punkte zu feiern“, erklärt er. „Außerdem ist es ein eleganter Sport.“ Es gehe „nicht so ruppig wie beim Handball“ oder „langweilig wie beim Fußball“ zu.

In der Zukunft soll das Projekt Basketball in Cleverns gefestigt werden. Die Chance besteht, denn der Hunger ist schließlich noch längst nicht gestillt. Das soll an diesem Sonntag (15 Uhr, Sporthalle Grundschule Cleverns) im nächsten Punktspiel auch die TSG Westerstede II zu spüren bekommen.

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