Barßel - Der Weg zum Sieg erfordere nicht nur Disziplin, sondern auch mentale Stärke und Willenskraft von besonders hohem Ausmaß. Das sagt der mehrfache Welt- und Europameister im Thai-Kick-Boxen der WKA (World Kickboxing Association-K1) Tomi Colic, Betreiber des Physiotherapiezentrums Barßel. „Mit 15 Jahren habe ich mit dieser Sportart angefangen. Von Anfang an hat mich der Kampfsport begeistert“, sagt Colic. Der gebürtige Kroate hat in seiner Laufbahn 100 Kämpfe bestritten. Davon hat er 79 Siege errungen und 21 Niederlagen hinnehmen müssen.

Mittlerweile hat der 36-Jährige seine Sportkarriere beendet. „Ich mache Thai-Kick-Boxen nur noch Just for Fun“, sagt er. Doch sein Wissen und Können möchte er nicht für sich behalten und bildet in der Barßeler Praxis Sportler aus, die sich für das Kickboxen entschieden haben. Seine Boxhandschuhe streifte er für den Verein „Black Sea Bremen“ über. Sein Körper war sein kapitales Instrument zum Erfolg. Nur in Topform und vor allem ohne Verletzungen konnte er zu Höchstleistungen auflaufen. K.o. gegangen ist der in Kroatinen aufgewachsene Colic noch nie. Dafür hat er so manchen Gegner auf die Bretter geschickt.

Kickboxen beinhaltet das Schlagen mit Füßen und Händen wie bei den Kampfsportarten Karate oder Taekwondo. Es wird mit konventionellem Boxen verbunden. Auch Janina Growe aus Barßel, Tim Theesfeld aus Kampe und Evelyn Specken aus Neuland wollen von dem Profi lernen. Sie alle haben Spaß und Freude an dieser Kampfsportart. „Es macht einfach unheimlich Spaß und bereitet Freude. Auch kann ich das gut gebrauchen, wenn ich mich mal verteidigen muss. Ich hoffe aber, dass das nicht passiert“, zeigt sich die 14-jährige Janina Growe begeistert von der Sportart. Die Schülerin der Oberschule in Friedrichsfehn schlägt kräftig mit Händen und Füßen auf den Boxsack. Alles unter den kritischen Augen des Experten.

Mit dem Kickboxen möchte die 20-jährige Evelyn Specken unter anderem ihr Selbstbewusstsein stärken. „Hier kann ich mich so richtig auspowern. Für ein Sixpack ist das auch nicht schlecht“, sagt die Ergotherapeutin. Kickboxen ist durchaus auch eine Sportart für Frauen. Seit über einem Jahr interessiert sich Evelyn Specken für das Kickboxen.

Etwa seit einem Jahr trainiert der 29-jährige Tim Theesfeld aus Kampe. „Hier finde ich einen Ausgleich zur Arbeit. Ich fühle mich wohl, wenn ich vom Training kaputt nach Hause komme. Außerdem erlerne ich unter professioneller Anleitung die Technik des Kickboxens“, sagt der Anlagenführer.

Doch Tomi Colic bietet nicht nur Kickboxen an, sondern auch Boxen für Manager. „Die sind meistens Mitte 40 und suchen einen Ausgleich zum täglichen Job“, sagt er.