Oldenburg - Absolut ausgezahlt haben sich die personellen Änderungen, die VfB-Trainer Dietmar Hirsch für das Regionalliga-Duell gegen Germania Egestorf-Langreder im Vergleich zum schwachen Auftritt seiner Elf in Hildesheim (1:2) vornahm. Alle drei Spieler, die der Fußballlehrer am Sonntag neu in die Startelf beordert hatte, waren maßgeblich am 3:0-Erfolg gegen den Aufsteiger beteiligt.

„Es wurde Zeit, dass wir Chris mal von Anfang an loslassen“, sagte Hirsch nach dem souveränen Auftritt gegen den Abstiegskandidaten zum Beispiel über Christopher Kramer. Der Stürmer war wie Offensiv-Wirbelwind Ibrahim Temin und dem defensiven Mittelfeldspieler Muhittin Bastürk, der gerade erst die Freigabe erhalten hatte, ins Team gerutscht und zahlte das Vertrauen mit einer starken Leistung zurück.

Die beiden ersten Tore bereitete der gebürtige Kieler mit seinem Einsatz vor. In der 5. Minute wurde Kramer nach einem Zuspiel von Thorsten Tönnies auf der linken Angriffsseite durch ein Foul gestoppt – den Freistoß versenkte Daniel Franziskus stark zum 1:0. In der 20. Minute behauptete Kramer den Ball im Zentrum und setzte Temin ein, der aus der Distanz ebenfalls sehenswert zum 2:0 traf.

Er hat das richtig gut gemacht“, lobte Hirsch den bald 27-jährigen Stürmer, der nach mehreren Stationen in Schleswig-Holstein (unter anderem Holstein Kiel, VfR Neumünster und zuletzt VfB Lübeck) Mitte August nach Oldenburg gekommen war.

Nach fünf kürzeren Einsätzen spielte Kramer nun erstmals von Anfang an und dürfte den Platz als erste Sturmspitze im Team des Tabellenachten nach dem 72-Minuten-Auftritt gegen Egestorf-Langreder vor dem Duell am Sonntag (14 Uhr, Stadion Hoheluft) beim FC St. Pauli II erst einmal sicher haben.

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion