KREIS CLOPPENBURG - KREIS CLOPPENBURG - In der Fußball-Bezirksklasse will der SV Molbergen nach dem 4:0- Erfolg in Vechta heute, 19.30 Uhr, gegen den SV Höltinghausen nachlegen. Im zweiten Kreisderby stehen sich am Sonntag, 15 Uhr, der Tabellendritte TuS Emstekerfeld und der Drittletzte SV Peheim gegenüber.

SV Molbergen – SV Höltinghausen. Molbergens Spielertrainer Stefan Lüske hofft, dass mit dem 4:0-Erfolg in Vechta am vergangenen Spieltag nun der Knoten geplatzt ist. Dem heutigen Spiel gegen den SV Höltinghausen (Anstoß: 19.30 Uhr) blickt er dennoch mit gemischten Gefühlen entgegen. Schließlich haben auch die Höltinghauser unter den Augen von Lüskes Trainer-Kompagnon Paul Bockhorst gegen Brockdorf (2:0) gepunktet.

Was dieser genau dabei beobachtet hat, will Lüske nicht verraten: „Nur so viel: Wir kennen uns aus der vergangenen Saison, und es wird sicher ein schönes knappes Spiel.“ Seine Mannschaft schickt er mit der gleichen Marschroute wie gegen Vechta in die Partie: Gas geben und früh in Führung gehen. Dass Höltinghausen sich zuletzt auf den fünften Tabellenplatz vorgeschoben hat, überrascht Lüske unterdessen nicht. Auch Molbergen (13 Punkte) könnte mit einem Sieg einen gewaltigen Satz von Platz zehn auf fünf machen und den SVH (15) überholen.

Fehlen wird den Molbergern Torjäger Olaf Gottwald (muskuläre Probleme), mit dessen Rückkehr Lüske in diesem Jahr nicht mehr rechnet. Beim wiedergenesenen André Mathlage wird es wohl erneut nur für einen Kurzeinsatz reichen. Das schreckt Lüske nicht, obwohl seine Mannschaft gerade im Sturm nicht üppig besetzt ist. Dafür stehen ihm im Mittelfeld einige Akteure zur Verfügung, die durchaus torgefährlich sind. So verpasste der kopfballstarke Erich Hochartz den Sportfreunden in Vechta zuletzt mit einem Hattrick den vorzeitigen Knock-out.

Höltinghausens Trainer Bernd Diekmann sieht die Molberger trotz der momentanen Tabellenkonstellation als klaren Favoriten an. „Dinklage, Altenoythe, Barßel und Molbergen sind für mich die Mannschaften in der Liga, die besser sind als die anderen“, erklärt er. Andererseits hat der SVH mit drei Siegen in Folge zurzeit einen guten Lauf und alle Spieler an Bord. Dennoch – so Diekmann weiter – müsse seine Mannschaft am oberen Limit spielen, um eine Chance zu haben.

GW Brockdorf – SV Altenoythe. Mit dem 2:2 gegen den starken Tabellennachbarn und Aufsteiger TuS Emstekerfeld am vergangenen Spieltag kann Altenoythes Trainer Stefan Lang leben: „Das Ergebnis war für uns zwar nicht befriedigend, aber es war gerecht. Emstekerfeld hat eine gute Mannschaft“, sagt er anerkennend. Auch GW Brockdorf, den Gastgeber am kommenden Sonnabend (Anpfiff: 15.30 Uhr), hat er aus der vergangenen Saison als starkes Team in Erinnerung. Zwar verloren die Grün-Weißen am vergangenen Wochenende in Höltinghausen. Aber dass das selbst einer Spitzenmannschaft passieren kann, weiß Lang aus eigener Erfahrung. Er schaut jedoch mehr auf seine eigenen Schützlinge als auf den Gegner und wird diese voraussichtlich in gleicher Formation wie gegen Emstekerfeld auf den Platz schicken. Verzichten muss er auf Josef Banemann (Fußbruch), Martin Sodtke (vier Pflichtspiele gesperrt), Ferhat Cobanoglu (Leistenprobleme) und Christian Alberding (Oberschenkelzerrung). Peter von

Uchtrup und eventuell auch Torsten Thomann sind privat verhindert.

TuS Emstekerfeld – SV Peheim. Wohl jeder andere Trainer würde nach einem 2:2 beim Tabellenzweiten Altenoythe vor dem Spiel gegen den Drittletzten SV Peheim zumindest auf die Idee kommen, seine Mannschaft ganz vorsichtig vor einer möglichen Überheblichkeit zu warnen. Nicht so Ulrich Borchers, Coach des Tabellendritten und Aufsteigers TuS Emstekerfeld. „Das ist bei uns kein Thema. Wir versuchen alles, um in der Liga zu bleiben, und werden hochmotiviert und -konzentriert in dieses Spiel gehen“, ist er sich sicher, dass seine Mannschaft den Gegner nicht unterschätzt.

Zudem könne es sich bei einem Heimspiel, zu dem wie immer viele Zuschauer erwartet werden, gar kein Spieler erlauben, überheblich zu sein. Schließlich will die Mannschaft den Fans etwas bieten. „Halbe Lunge“ zu spielen, ist unterdessen ohnehin nicht Sache der E’felder. Auch gegen Peheim erwartet Borchers, dass seine Mannen konsequent nach vorn marschieren. Für ganz wichtig hält er ein frühes Tor. „Wenn Peheim sich hinten reinstellt, und es lange 0:0 steht, wird es schwierig“, glaubt Borchers. Die Peheimer haben am vergangenen Wochenende 2:1 gegen GW Mühlen gewonnen. „Und wer Mühlen schlägt, der kann auch Fußball spielen“, weiß der TuS-Coach. Ihm wird André Diekmann fehlen, der sich im Altenoythe-Spiel am Knöchel verletzt hat. Ilhan Kaya hat nach wie vor Knieprobleme und kann höchstens kurz aushelfen. Borchers macht sich deswegen keine allzu großen Sorgen: „Dann müssen eben die Jungen wie Christian Kellermann ordentlich Gas geben.“

Klar verteilte Rollen sieht Peheims Spielertrainer Georg Ostendorf vor dem Auswärtsspiel: „Emstekerfeld ist klarer Favorit.“ Deshalb sei es vor allem wichtig, hinten sicher zu stehen, um nicht ins offene Messer zu laufen. Der Sieg gegen Mühlen stimmt ihn aber optimistisch. Sollte bei allen Spielern erneut die Einstellung stimmen, hofft Ostendorf auch am Sonntag (Beginn: 15 Uhr) auf mindestens einen Punkt. Thomas Thien und Jan Einhaus sind privat verhindert, doch der Spielertrainer hält seinen Kader für groß genug, um die beiden Ausfälle zu kompensieren.

STV Barßel – BW Langförden. „Über den Kampf ins Spiel finden“ lautet die Devise der Barßeler, die am Sonntag (15 Uhr) den Tabellenelften BW Langförden erwarten. Trainer Uwe Schröder kennt die Gäste als kompakte, kämpferisch starke Truppe mit einer guten Abwehr, die am ehesten noch im Sturm Probleme hat. Schröder sieht bei Langförden viele Parallelen mit den Lüschern, bei denen der STV am vergangenen Spieltag mit 1:0 als Sieger vom Platz ging.

Das Hauptaugenmerk müsse seine Elf gegen Langförden auf die Zweikämpfe richten. „Man kann nicht körperlos gegen eine Mannschaft spielen, die kämpft“, weiß der Trainer. Er hat in Samir Ramadan, Florian Bergmann und Philipp Gonschorek drei Verletzte zu beklagen. Christian Naber ist angeschlagen. Trotz dieser schwierigen Situation fordert Schröder gegen Langförden drei Punkte. Sollte sein Team nicht nachlegen, sei auch der Sieg in Lüsche nichts wert.