KREIS CLOPPENBURG - KREIS CLOPPENBURG - Mitten in einer kleinen Formkrise mit nur einem Punkt aus zwei Spielen wollen die Bezirksklassen-Fußballer des Tabellenführers SV Altenoythe vor eigenem Publikum gegen GW Mühlen wieder eine ansprechende Leistung zeigen. Der STV Barßel hofft in Holdorf auf eine ähnlich starke Vorstellung wie beim Pokalerfolg gegen den Bezirksligisten Friesoythe. Beide Partien werden – genau wie die übrigen vier Spiele mit hiesiger Beteiligung – am Sonntag, 15 Uhr, angepfiffen.
SV Altenoythe – GW Mühlen. „Lieber zweimal richtig schlecht als zehn Spiele mäßig schlecht“ – Altenoythes Trainer Stefan Lang stellt nach der Niederlage gegen den SV Höltinghausen ein „kleines Formloch“ bei seiner Mannschaft fest, das er sich nicht richtig erklären kann. Die Köpfe hätten seine Spieler nicht frei gehabt, zudem sei es für sie ungewohnt, am Freitagabend zu spielen. „Aber das alles ist keine Entschuldigung, es hat einfach alles irgendwie nicht gepasst.“
Am Sonntag, 15 Uhr, im Spiel gegen GW Mühlen wird er seine Mannschaft erneut umstellen müssen. Peter von Uchtrup und Alexander Boxhorn fehlen verletzt, der Einsatz von Torsten Thomann (Knieprobleme) und Fikret Cobanoglu (Innenbanddehnung am Knie) ist ungewiss. Martin Sodtke konnte aus beruflichen Gründen die Woche über nicht trainieren. „Ich erwarte trotzdem, dass meine Mannschaft sich zusammenreißt und die Fehler abstellt“, nimmt der Trainer seine Spieler in die Pflicht.
SV Holdorf – STV Barßel. Die Barßeler haben beim jüngsten 3:1-Pokalsieg gegen den klassenhöheren SV Hansa Friesoythe Selbstvertrauen getankt. „Aber das war ein völlig anderes Spiel als das bevorstehende. Wir konnten mehr oder weniger unbeschwert aufspielen. Aber jetzt gegen Holdorf geht es um Punkte“, gibt Barßels Trainer Uwe Schröder zu bedenken. „Chancenlos sind wir aber nicht. Wir wollen aus Holdorf schon was mitnehmen.“
Dazu müsse sein Team unbedingt die Leistung aus den jüngsten Spielen stabilisieren. „Holdorf hat sich gut verstärkt, vor allem mit dem früheren Osterfeiner Spielertrainer Paul Jaschke“, weiß Schröder. Die Spielweise der Holdorfer dürfte seiner Mannschaft aber liegen, glaubt er, weil sie ähnlich wie Hansa Friesoythe versuchen werden, das Spiel zu machen, statt Beton anzurühren. „Wir werden aber natürlich selber versuchen, das Spiel zu gestalten. Der Gegner soll sich auch nach uns richten müssen.“ Christian Naber und Samir Ramadan, der in dieser Saison noch kein Pflichtspiel bestritten hat, werden ihm fehlen. Um die Motivation seiner Elf macht Schröder sich indes keine Sorgen: „Jeder von uns will gewinnen. Der Anreiz ist groß genug: Bei einem Sieg sind wir oben mit dabei“ (Sonntag, 15 Uhr).
SV Peheim – TV Dinklage. Was hilft Peheim am besten, das bisher aus acht Spielen nur sechs Punkte geholt hat und sich trotzdem nach wie vor für die neue Bezirksliga Mitte qualifizieren muss? Klare Sache: ein Dreier gegen den TV Dinklage (Anpfiff: Sonntag, 15 Uhr). „Wir müssen unsere Spiele zu Hause einfach gewinnen“, fordert Spielertrainer Georg Ostendorf. „Die Dinklager sind zu schlagen. Wir stehen unter Druck und müssen da unten rauskommen.“ Mut macht ihm, dass sein Team beim 3:5 gegen Barßel „kein schlechtes Spiel“ gemacht hat. „Wir hätten einige Partien, die wir verloren haben, nicht verlieren müssen“, glaubt der Coach. „Gescheitert sind wir an individuellen Fehlern, leichten Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung und Fehlpässen. Ich erwarte von meinen Spielern mehr Konzentration.“ Abwartend und mit schnellen Kontern möchte er gegen den Tabellenvierten zum Erfolg kommen, denn: „Noch ist punktemäßig alles dicht beisammen.“
TuS Emstekerfeld – TuS Neuenkirchen. Ulrich Borchers, Trainer des TuS Emstekerfeld, ist vorsichtig. „Trotz des letzten Tabellenplatzes wissen wir, wie stark Neuenkirchen ist“, warnt er. „Dennoch wollen wir natürlich gewinnen.“ Vom jüngsten Unentschieden gegen Dinklage erhofft er sich einen gewissen Auftrieb. „Wenn dann auch noch mit den Zuschauern im Rücken richtig die Post abgeht, müsste ein Sieg möglich sein“, hofft der Coach. Jedenfalls sei seine Mannschaft gut vorbereitet, vor allem das Zweikampfverhalten habe er mit ihr trainiert. Verzichten muss Borchers auf Ilhan Kaya (Knieprobleme) und weiterhin auf Tobias Kellermann, der Knöchelprobleme hat (Sonntag, 15 Uhr).
SFN Vechta – SV Höltinghausen. Der Sieg gegen den Spitzenreiter Altenoythe am vergangenen Wochenende hat Höltinghausen Selbstvertrauen gegeben. „Wir haben unser bestes Saisonspiel abgeliefert und sind endlich für eine gute Leistung belohnt worden“, sagt SVH-Trainer Bernd Diekmann. „Aber wir drehen deswegen jetzt nicht ab“, betont er. Dennoch will sein Team nun nachlegen und die Sportfreunde mit einem Sieg auf Distanz halten (Anpfiff: Sonntag, 15 Uhr).
Dabei kann er mit der gleichen Elf antreten wie gegen Altenoythe. Fehlen werden wie gehabt Julian Blanke, Pasqual Averbeck und Christian Möller. „Ich schätze Vechta ähnlich stark ein wie unsere Mannschaft“, sagt Diekmann, der von seiner eigenen Elf „die gleiche Disziplin und die gleiche Einstellung wie gegen Altenoythe“ fordert.
BW Lüsche – SV Molbergen. Nach dem 2:0-Pokalerfolg gegen den zwei Spielklassen höher beheimateten VfL Oythe könnten die Voraussetzungen für die Molberger vor dem Spiel beim Tabellennachbarn Lüsche (Anpfiff: Sonntag, 15 Uhr) besser eigentlich nicht sein. „Das war nicht schlecht, wir haben wirklich alles gegeben“, lobt Stefan Lüske, der gemeinsam mit Paul Bockhorst die Molberger trainiert, seine Mannschaft. „Wenn wir den Schwung aus dem Pokal jetzt mit in die Punktspiele nehmen, müsste es eigentlich für einen Sieg reichen.“ Den Gegner und den kleinen Platz in Lüsche kennt Lüske aus der vergangenen Saison. „Unentschieden wie in den vergangenen Spielen bringen uns nicht weiter. Wenn wir noch ein paar Plätze nach oben wollen, müssen wir das Spiel gewinnen“, fordert der Trainer, schickt aber gleich eine Warnung hinterher: „Die Lüscher haben eine kompakte Truppe, zu Hause sind sie sehr stark. Aber wenn wir die Laufbereitschaft und
Zweikampfstärke aus den letzten beiden Pokal-Partien abrufen, müsste es ganz gut für uns aussehen. Es liegt nur an uns“, meint Lüske. Personell ist alles in Butter: Voraussichtlich wird nur André Mathlage fehlen.
