KREIS CLOPPENBURG - Wochen der Wahrheit für den SV Molbergen: Der angeschlagene Fußball-Bezirksligist bestreitet seine erste Partie nach dem Rücktritt von Trainer Ingo Taphorn. Aufsteiger Amasyaspor Lohne gastiert am Sonnabend im Waldeck-Stadion.
SV Peheim - TV Dinklage. Nach dem 3:1-Erfolg beim Aufsteiger Amasyaspor Lohne am letzten Spieltag ist die Erleichterung im Peheimer Lager groß. „Endlich haben wir unser Erfolgserlebnis. Die Mannschaft hat sich den Dreier auch redlich verdient“, meint Spielertrainer Dirk Loyko. Schließlich haben seine Spieler in den Trainingseinheiten immer Gas gegeben. Das Engagement sei nun endlich einmal belohnt worden, so Loyko.
Einer der eifrigsten Loyko-Schützlinge ist Maxim Langlets. Der Angreifer ist nach langer Verletzungspause auf dem Weg zu alter Stärke. „Maxim ist laufstark, ballsicher und immer anspielbereit“, lobt Loyko den Ex-Werlter in höchsten Tönen.
Loyko hofft insgeheim darauf, dass der Tabellendritte sein Team unterschätzen wird. „Die Dinklager sind bekannt dafür, dass sie gegen vermeintlich schwächere Teams mit angezogener Handbremse spielen“ – eine Erfahrung, die er schon vor Jahren als Spielertrainer des SV Thüle selbst gemacht hat. „Damals haben wir 3:1 gewonnen. Ich hätte nichts dagegen, wenn das noch einmal klappen würde“ (Sonnabend, 16 Uhr).
SV Molbergen - Amasyaspor Lohne. Lange Gesichter am Waldeck: Die Molberger haben einen der schlechtesten Saisonstarts der 88-jährigen Vereinsgeschichte hingelegt. Obendrein sucht der Vorstand nach dem Rücktritt von Trainer Ingo Taphorn (die NWZ berichtete) einen Coach, der den SVM wieder auf Kurs bringt.
Am Dienstagabend fand eine Mannschaftssitzung im Vereinsheim statt. Auch der Vorsitzende Erwin Budde war dabei. Das Training leitet – solange noch kein Nachfolger gefunden ist – Torwart Matthias Moormann. Budde selbst wollte sich zur Trainersuche nicht äußern (Sonnabend, 16 Uhr).
VfL Löningen - GW Mühlen. Hartmut Schrand, der den VfL zusammen mit Jan Paul trainiert, hat noch keine Taktik ausgetüftelt. Die größte Sorge bereitet ihm das variable Offensivspiel Mühlens. „Die Mühler haben viele Systeme drauf. Sie stimmen sich auf jeden Gegner ab. Das macht die Arbeit nicht unbedingt leichter“, sagt Schrand.
Zuletzt im Derby gegen BW Lohne liefen die Grün-Weißen mit drei Spitzen auf. Der mutige Plan von Coach Matthias Westermann ging voll auf. Mühlen gewann daheim vor mehr als 800 Zuschauern mit 3:1 – ein Ergebnis, dass Schrand Warnung genug ist. „Mühlen hat Lohne ziemlich im Griff gehabt. Wir werden die Mühler auf keinen Fall unterschätzen.“
Um Mühlen in die Defensive zu, wäre es für die Löninger wichtig, dass Holger Lampe mitspielt. Allerdings klagt das Eigengewächs über Probleme im Fußgelenk. Lampe war in dieser Woche bereits mehrfach beim Arzt, um sich einer Spritzenkur zu unterziehen.
„Hoffentlich packt es Holger bis Sonntag“, hat Schrand die Hoffnung auf einen Einsatz des erfolgreichsten Torschützen der vergangenen Saison noch nicht aufgegeben (Sonntag, 15 Uhr).
