KREIS CLOPPENBURG - Genau das wollten sie unbedingt verhindern: Die Bezirksliga-Fußballer des SV Altenoythe haben – wie schon in der vergangenen Saison – einen Fehlstart hingelegt. Am Sonntag musste sich der SVA Abstiegskandidat SC Bakum daheim mit 3:4 (1:2) geschlagen geben. Nun steht die Elf von Trainer Torsten Bünger mit drei Punkten aus drei Spielen in der unteren Tabellenhälfte. Der BV Essen weist nach der 0:2-Pleite bei Falke Steinfeld die gleiche Punktzahl auf.
SV Altenoythe - SC Bakum 3:4 (1:2). „Wir haben die Bakumer gleich zu Beginn zum Toreschießen eingeladen“, ärgerte sich Bünger. Schließlich hatten sich die Gäste nicht lange bitten lassen: Zunächst traf Tim Hackmann (5.), dann Alexander Rüffert, der direkt nach dem Wiederanpfiff ein Missverständnis der Altenoyther nutzte (6.).
Allerdings waren die Altenoyther anschließend hellwach. Stefan Brünemeyer erzielte nur vier Minuten später den Anschlusstreffer, Bünger selbst hätte in der 15. Minute fast für den Ausgleich gesorgt. Der Spielertrainer, der später bekannte, selbst nicht den besten Tag erwischt zu haben, traf nur den Pfosten.
Dennoch konnten die Gastgeber das 2:2 bejubeln – allerdings erst in der 46. Minute. Matthias Bastek hatte den Ausgleich erzielt. Wer nun aber erwartete, eine sichere Altenoyther Mannschaft zu sehen, sah sich getäuscht. „Wir haben weiter munter Fehler gemacht“, sagte Bünger. Einen dieser Fehler nutzte Ingo Duin, um Bakum erneut in Führung zu bringen (61.). Zwar glich Eugen Meister nach Flanke Sebastian Laings wieder aus (69.), aber die SVA-Abwehr fing sich noch einen Treffer ein. Rüffert sorgte mit seinem zweiten Tor für die Entscheidung (81.).
Hinzu kam auch noch, dass der eingewechselte Rafael Bastek nach einem Zusammenprall mit einer Platzwunde am Kopf und Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden musste (85.). „Unsere jungen Spieler haben sich sehr bemüht, können aber Stammspieler wie Daniel Raker und Ronny Bley nicht ersetzen“, sagte Bünger. „Bei uns muss einigen endlich klar werden, dass wir so nicht oben mitspielen können.“
Tore: 0:1 Hackmann (5.), 0:2 Rüffert (6.), 1:2 S. Brünemeyer (10.), 2:2 M. Bastek (46.), 2:3 Duin (61.), 3:3 Meister (69.), 3:4 Rüffert (81.).
SVA: Tepe - Boxhorn, Thunert (50. R. Bastek, 85. M. Brünemeyer), Bünger, Alberding, Laing, Ruthenbeck, S. Brünemeyer, Müller, Meister, M. Bastek. Sr.: Kröger (Vechta).
Falke Steinfeld - BV Essen 2:0 (1:0). Die Essener pfiffen personell aus dem letzten Loch. Dennoch verkauften sie sich gut. Die erste Chance der Partie hatte Simon Wichmann per Kopf (8.). In der 17. Minute scheiterte Steinfelds Matthias Bavendieck an Essens Torwart Sebastian Hüstege (17.). Dann die 19. Minute: Essens Pechvogel Wichmann köpfte eine Steinfelder Flanke unhaltbar ins eigene Tor. Nur zwei Minuten später hätte Fabian Renner ausgleichen können, doch er scheiterte zunächst am Steinfelder Schlussmann und traf dann den Pfosten. Zu allem Überfluss flog Stefan Backhaus in der 41. Minute (Ampelkarte) vom Platz.
Im zweiten Durchgang stand Essen tief. Steinfeld tat sich auch gegen zehn Mann schwer. „Wir haben diszipliniert gespielt“, sagte Essens Coach Helmut Knese. Dafür wurde sein Team aber nicht belohnt. Im Gegenteil: In der Nachspielzeit erhöhte Matthias Bavendiek auf 2:0.
Tore: 1:0 Simon Wichmann (19., Eigentor), 2:0 Bavendiek (90.+3).
Gelb-Rote Karte: Stefan Backhaus (41., Essen; Foulspiel/Meckern).
Essen: Hüstege - Grigoleit, Steffen Renner, Hörsting, Breiler, Simon Wichmann, Ablak, Schnaase (76. Jonas Eckelmann), Fabian Renner, Eckholt, Backhaus.
