KREIS CLOPPENBURG - SVA-Coach Stefan Lang spielte mit Barßels Uwe Eckel zusammen in Ihrhove. Aber auch als Gegenspieler trafen sie aufeinander.
von stephan tönnies
KREIS CLOPPENBURG - Altenoythes Fußball-Bezirksliga-Trainer Stefan Lang reagierte verwundert, als er Mitte der Woche davon erfuhr, dass der Barßels Trainer Uwe Eckel und sein einstiger Mitspieler aus Ihrhove-Zeiten noch selbst als Spieler beim STV tätig ist. „Wie? Uwe spielt noch? Der ist doch eine ganze Ecke älter als ich. Wenn der am Sonntag aufläuft, spiele ich auch mit.“So bekommen die Zuschauer am Sonntag (15 Uhr) im Derby zwischen dem gastgebenden SV Altenoythe und dem STV Barßel zwei ehemalige Profis zu Gesicht. Lang spielte einst in der zweiten Liga, während Uwe Eckel im Fußball-Oberhaus seine Künste zum Besten gab. In der Regionalliga spielten beide gegeneinander. „Als wir mit dem VfL 93 Hamburg gegen den SV Wilhelmshaven gespielt haben, ist mir der Stefan aufgefallen. Den habe ich einige Male ausgetanzt. Ich glaube, ein Tunnel war auch dabei“, erinnert sich Eckel und lacht. Der Androhung Langs, wieder mitzuspielen, sieht er mit großer Freude entgegen. „Dann kommt es zum Duell der Dinosaurier. Aber ich freue mich auf Stefan. Er ist ein feiner Kerl und leistet sehr gute Arbeit in Altenoythe.“
Komplimente, die Lang per sauber gespieltem Doppelpass nach Barßel zurückspielt. „Uwe ist mir als sehr angenehmer Mensch in Erinnerung. Und er ist ein verdammt guter Fußballer.“
Doch beide zehren nicht nur aus der Speisekammer der Erinnerung. Die Trainer der alten Rivalen visieren am Sonntag drei Punkte an. Lang macht den Anfang. „In bin sehr optimistisch. Wir haben in den letzten Spielen eigentlich immer gut gegen Barßel ausgesehen. Das ist jetzt für mich eine Charakterfrage, wie wir die letzten Spiele angehen.“
Barßels Trainer schätzt die Lage seiner Mannschaft realistisch ein. „Wir werden keine großen Töne spucken. Wir sind zwar personell in einer schlechten Situation. Aber Altenoythe muss uns erstmal schlagen.“
Für das Derby melden sich auf beiden Seiten altbekannte Gesichter wieder. Bei den Hohefeldern ist Ferhat Cobanoglu wieder spielberechtigt, und bei Barßel hat Cengiz Düman seine Rotsperre abgesessen. Eine Rückkehr, die Eckel in die Karten spielt. „Er ist für die Offensive sehr wichtig. Ich bin froh, dass er wieder dabei ist.“
