KREIS CLOPPENBURG - Am Ende war der Spitzenreiter dann doch zu stark: Die Landesklassen-Handballer der HSG Friesoythe haben sich am Sonntag beim TV Bissendorf-Holte II gut verkauft und doch mit 22:28 (12:16) verloren. „Da haben wir wohl gegen den zukünftigen Meister gespielt“, erkannte HSG-Coach Markus Gabler die Überlegenheit des Liga-Topteams an. Die Handballer des TV Cloppenburg II haben sich der Gabler-Sieben bis auf zwei Punkte genähert. Die Oberliga-Reserve, die auch noch ein Nachholspiel zu bestreiten hat, gewann am Sonnabend mit 32:30 (12:15) beim TSV Quakenbrück und kletterte bis auf Tabellenplatz vier hoch – einen Rang unter dem Kreiskonkurrenten. Über den Landesklassen-Handballerinnen des TV Cloppenburg steht dagegen kein Team mehr. Die Mannschaft des Trainerduos Heinz Sauerland/Rolf Seng verteidigte durch einen 26:13 (12:8)-Heimsieg gegen die HSG Osnabrück ihre Tabellenführung.

Landesklasse der Männer

TV Bissendorf-Holte II - HSG Friesoythe 28:22 (16:12). Vor dem Spiel musste sich Coach Gabler noch ärgern („Für uns galt das Harz-Verbot, für die Bissendorfer Erste, die nach uns spielte, nicht“), anschließend hatte er reichlich Grund zur Freude. „Wir haben bombastisch begonnen.“ Die Gäste spielten in den ersten zehn Minuten der Partie groß auf und sich eine Vier-Tore-Führung heraus (5:1, 8:4). „Da haben die Bissendorfer ganz schön geguckt“, sagte Gabler.

Allerdings blieb es nicht beim Gucken. Die Gastgeber gaben mächtig Gas – und die Gäste ließen kräftig nach. So konnte der Tabellenführer das Spiel mit sechs Toren in Folge drehen. „Wir haben unser Spiel nicht mehr wie in den Anfangsminuten durchgezogen“, sagte Gabler. „Wahrscheinlich haben wir gedacht, dass geht so einfach weiter.“

Ging es aber nicht. Ganz im Gegenteil: Die Bissendorfer Reserve baute ihre Führung vor der Pause auf vier Tore aus (16:12). „Wir haben in den ersten zehn Minuten acht Tore gemacht und in den restlichen 20 Minuten nur noch vier. Daran sieht man, dass da was schief gelaufen sein muss“, sagte Gabler. „Wir haben uns einfach zu viele Fehler geleistet. Und die hat Bissendorf eiskalt ausgenutzt.“

Das setzte sich zunächst auch in Halbzeit zwei fort. Der Tabellenführer, der über 60 Minuten Dampf machte und einen ganz starken Schlussmann im Tor hatte, zog auf 19:12 davon. Allerdings konnten die Friesoyther noch einmal für Spannung sorgen. Sie kämpften sich auf drei Tore heran (17:20). Das war’s dann aber auch. Der Spitzenreiter, der zwei starke A-Junioren-Regionalligaspieler aufbieten konnte, baute seine Führung wieder aus und entschied das Spiel. „Das ist kein Beinbruch. Immerhin konnten wir die Halle erhobenen Hauptes verlassen“, sagte Gabler.

HSG: Gradt, Tebben - Siemer (2), Tuchscheerer (3), Grumbd (2), Traut (7/2), van Schaik (3), Burhorst (2), Robbers (3/3), Tiedeken, Schwerdtfeger, Block.

TuS Quakenbrück - TV Cloppenburg II 30:32 (15:12). Der TVC musste mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Pause gehen, konnte die Partie aber in Halbzeit zwei drehen. „Das war kein schönes Spiel“, sagte Trainer Frank Heinen. „Wir müssen uns wieder steigern.“

TVC II: Wilhelm, Steller - Gadow (4), Wolkow (4), Vaske (7), Breher (2), Heinen (5), Schröder (2), Otten (6), Lammers (2), Gerhards, Abeln.

Landesklasse der Frauen

TV Cloppenburg - HSG Osnabrück 26:13 (12:8). „Das war von den Mannschaften, gegen die wir bisher gespielt haben, die schlechteste“, sagte Sauerland. „Eigentlich hätten wir 40:10 gewinnen müssen. Wir haben uns zu viele Fehlwürfe geleistet.“ Allerdings musste Sauerland auch auf Friederike Strop, Nina Vidakovic, Katharina Diekmann und Ann-Kathrin Meyer verzichten. Dafür hätten Christine Meyer, Laura Schulz (beide A-Jugend), Rebekka Prüllage (reaktiviert) und Merle Abrahams (2. Team) ihre Sache richtig gut gemacht.

TVC: Münzebrock, Kröger - C. Meyer (1), Prüllage (1), Anuszewska (11), Tegeler, Bosmann (3), Bruns (6), Schulz (2), Abrahams (2).