KREIS CLOPPENBURG - Topspiel in der Handball-Landesklasse: Die Handballerinnen des SV Höltinghausen erwarten an diesem Sonnabend den Tabellenzweiten TV Dinklage (18 Uhr). Derweil hat Ligarivale TV Cloppenburg Grün Weiß Mühlen zu Gast (Sonnabend, 15.30 Uhr). In der Landesklasse der Männer steigt ebenfalls ein Spitzenspiel: Cloppenburgs Reserve empfängt die verlustpunktfreie HSG Osnabrück (Sonnabend, 17.30 Uhr), während der BV Garrel bei der TSG Burg Gretesch zu Gast ist (Sonntag, 17.15 Uhr).
Frauen, Landesklasse: TV Cloppenburg - GW Mühlen. Dass in der Landesklasse ein anderer Wind weht als in der Regionsliga, wissen Cloppenburgs Handballerinnen spätestens nach der 14:28-Klatsche gegen Goldenstedt. Trainer Heinz Sauerland lässt Anpassungsschwierigkeiten aber nicht als Ausrede für schwache Leistungen gelten. „Meine Spielerinnen wissen genau, dass gegen Goldenstedt einfach alles schlecht war“, sagt er und legt nach: „Goldenstedt hätte auch ohne Torhüterin spielen können. Wir hätten trotzdem verloren.“
Gegen Mühlen (Platz neun/1:5-Punkte) ist also Wiedergutmachung angesagt. Bis auf Nina Vidakovic sind alle Cloppenburger Spielerinnen einsatzbereit – und die müssen sich auf ein hartes Match einstellen: „Die Mühlerinnen spielt zwar nicht so schnell wie Goldenstedt, sind aber sehr kampfstark“, sagt Sauerland.
SV Höltinghausen - TV Dinklage. Höltinghausens Handballerinnen belegen mit 7:1-Punkten auf dem Konto exakt den Tabellenplatz, den sie auch am Ende der Spielzeit inne haben möchten: Rang eins. Und was gibt es da Schöneres, als am Anfang der Saison einen der härtesten Konkurrenten im Kampf um den Titel in die Schranken zu verweisen.
Der TV Dinklage hat bisher drei Spiele absolviert und ist noch verlustpunktfrei. Mit dem ungefährdeten Erfolg gegen BW Lohne (26:22) untermauerten die Dinklagerinnen am vergangenen Spieltag, dass sie ein ganz heißer Titelkandidat sind.
Doch auch der SVH ließ die Muskeln spielen: Die Mannschaft des Trainerduos Torsten Landwehr/Wolfgang Roßberg besiegte Falke Steinfeld klar 28:16. Die Voraussetzungen für einen Kracher sind also hervorragend.
Männer, Landesklasse: TSG Burg Gretesch - BV Garrel. Die Gastgeber sind Vorletzter und haben sich noch keinen Zähler erkämpfen können. „Und wir wollen nicht die Ersten sein, die für Pluspunkte auf deren Konto sorgen“, stellt Garrels Spieler Holger Brunnberg klar.
Ein Selbstgänger wird die Partie aber nicht. Vom letzten Gastspiel in Burg Gretesch musste die Elf von Trainer Heiner Grotjan mit einer Niederlage im Gepäck abreisen. Brunnberg warnt seine Mitspieler deshalb davor, den Gegner zu unterschätzen und mit halber Kraft zu spielen. Er fordert sie auf, 60 Minuten Vollgas zu geben. Sollte das gelingen, wird der Tabellenfünfte (6:2-Punkte) wohl zwei Punkte einsacken.
TV Cloppenburg II - HSG Osnabrück. Die Bilanz der HSG ist makellos: fünf Spiele, fünf Siege. Klar, dass Cloppenburgs Handballer den Tabellenführer nur allzu gerne ärgern würden. Allerdings weiß Spielertrainer Frank Heinen, dass auf seine Jungs viel Arbeit zukommen wird. „Die Osnabrücker haben im Rückraum zwei absolute Granaten, die schon in der Regionalliga beziehungsweise in der Oberliga gespielt haben“, sagt er. Deshalb sei es wichtig, dass seine Mannschaft eine aggressive Deckung spiele.
Pech für Heinen: Der Trainer muss auf fünf Spieler verzichten: Andreas Schewelow, Torsten Landwehr, Frank Steller, Ralf Breher und Theo Windhaus fallen aus. Heinen spricht zwar von einer schwierigen Situation, nimmt aber im selben Atemzug die Ergänzungsspieler in die Pflicht: „Jetzt können sich die Spieler anbieten, die sonst auf der Bank sitzen.“ Eine bessere Bewährungsprobe, als ein Spitzenspiel kann es schließlich nicht geben.
