KREIS CLOPPENBURG - Emotionales Endspiel endet enttäuschend: Die B-Junioren-Handballer der HSG Friesoythe haben am Sonntag das Finale um den Regionsoberliga-Titel verloren. Sie mussten sich in eigener Halle in einem Duell mit zahlreichen umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen Concordia Belm-Powe mit 17:18 geschlagen geben. Jubeln durften dafür die A-Junioren-Handballerinnen des TV Cloppenburg. Sie sicherten sich in Osterfeine mit einem 24:17-Finalsieg gegen den TV Bissendorf-Holte den Titel der Handballregion Osnabrück. Dagegen mussten sich die A-Junioren des TVC wie die HSG mit der Vizemeisterschaft zufriedengeben: Sie zogen nach einem 25:17-Erfolg gegen Gastgeber TSV Quakenbrück im Duell mit dem TV Dinklage den Kürzeren (17:20).

A-Junioren

Da der TV Wagenfeld nicht angetreten war, spielte Gastgeber TSV Quakenbrück gleich zwei Halbfinalpartien – und verlor beide. Im Endspiel zwischen dem TV Cloppenburg und dem TV Dinklage erwischte das Team von Trainer Rolf Seng, der die Mannschaft gemeinsam mit Ex-TVC-II-Coach Frank Heinen betreute, den besseren Start. Allerdings nahm das Team aus dem Kreis Vechta eine Auszeit und drehte anschließend auf. Die starke 3:2:1-Deckung der Dinklager entschärfte einen TVC-Angriff nach dem nächsten. Nun war zu merken, wie sehr Philipp Niemöller (Klassenfahrt) fehlte. So setzte sich schließlich der TVD durch, und Seng musste enttäuscht feststellen, dass man auch mit lediglich einer Niederlage in der gesamten Saison Zweiter werden kann.

A-Juniorinnen

Die Cloppenburgerinnen zeigten schon im 2x20 Minuten langen Halbfinale, dass sie unbedingt den Titel holen wollten. Mit 28:19 fegten sie Frisia Goldenstedt förmlich vom Feld. Im Endspiel traf der TVC auf ein Team, gegen das er in dieser Saison schon einmal gewonnen und einmal verloren hatte: den TV Bissendorf-Holte. Der ging mit einem leichten psychologischen Vorteil ins Spiel, hatte er doch das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams im Februar gleich mit 20:7 für sich entschieden. Allerdings wirkten die Cloppenburgerinnen im Spiel alles andere als eingeschüchtert. Die Mannschaft des Trainerduos Kevin Rake/Niklas Planck setzte sich vor allem dank der Tore von Kreisläuferin Laura Lübbe und toller Paraden von Torhüterin Stella Menzel deutlich durch.

B-Junioren

Die HSG ging als klarer Favorit ins Halbfinale gegen SFN Vechta und wurde dieser Rolle gerecht. Wittes wilde Sieben wirbelte den Gegner kräftig durcheinander und siegte souverän mit 23:13.

Im Finale gegen Belm-Powe, das sich 18:14 gegen den TV Dinklage durchgesetzt hatte, lief es dann allerdings nicht mehr so gut. Zwar konnten die HSG-Spieler zeigen, wie viel Willenskraft in ihnen steckt, indem sie einen Sechs-Tore-Rückstand aufholten. Aber sie fühlten sich ein ums andere Mal vom Schiedsrichtergespann benachteiligt. So habe es acht Tore der Gäste nach technischen Fehlern gelten lassen, ärgerte sich Coach Günter Witte. Zudem seien vier Strafwürfen der Gäste und vier Zwei-Minuten-Strafen für die HSG technische Fehler des Teams aus dem Landkreis Osnabrück vorausgegangen.

„Wir haben mit einer offensiven Abwehr gespielt, mit der man auf eine korrekte Schrittauslegung angewiesen ist“, sagte Witte. „Aber das schien die Schiedsrichter nicht zu interessieren.“

Zwar sei die Enttäuschung nach dem Spiel groß gewesen, aber der Trainer der HSG hofft schon wieder, dass sich Spieler und Verantwortliche mit etwas Abstand über die Vizemeisterschaft freuen werden.

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)