KREIS CLOPPENBURG - Der Fußball-Oberligist aus Cloppenburg kämpfte bis zum Umfallen. Der Bundesligist und damalige Spitzenreiter Nürnberg setzte sich trotzdem durch.

von Stephan Tönnies

KREIS CLOPPENBURG - Herausragende Leistungen, bittere Niederlagen und unvergessliche Ereignisse: Auch die Sportler aus dem Landkreis Cloppenburg führten ihre Anhänger im Jahr 2006 durch ein Tal der Emotionen.

Für den Höhepunkt schlechthin sorgte Fußball-Oberligist BV Cloppenburg Anfang September. In der ersten Runde des DFB-Pokals empfing die Mannschaft von Trainer Jörg Goslar den neunfachen Deutschen Meister 1. FC Nürnberg. Besonders reizvoll: Der Club reiste als Tabellenführer der Bundesliga an. Zugleich ging ein Herzenswunsch des BVC und seiner Fans in Erfüllung: Zum ersten Mal nahmen die Zuschauer auf der 1000 Sitzplätze umfassenden neuen Tribüne des Stadions an der Friesoyther Straße Platz. Insgesamt pilgerten 6000 Zuschauer zu der Partie gegen die Franken. Die Sensation blieb aber aus. Dank eines Treffers des Ex-Bremers Ivica Banovic zog der Bundesligist in die zweite Runde ein.

Club-Trainer Hans Meyer zeigte sich nach der Partie angetan von der Cloppenburger Gastfreundschaft. „So nett bin ich noch nie empfangen worden. Und das Beste: Ich habe noch einen riesengroßen Fresskorb erhalten“, sagte er.

Fernab der großen Welt des Profifußballs zeigten rund 1200 Jungen und Mädchen beim achten OM-Cup der E-Junioren in Mühlen ihr Können. Und sie feierten bei der in Deutschland wohl einzigartigen Veranstaltung drei Tage lang ein rauschendes Fest. Den Titel im Münsterlandstadion sicherte sich BW Lohne im Endspiel gegen Lokalmatador GW Mühlen. Lohne gewann nach Neunmeter-Schießen vor stattlichen 1500 Zuschauern mit 4:3.

Dagegen würden die Handballerinnen des TV Cloppenburg das Jahr 2006 wohl am liebsten aus ihrem Gedächtnis streichen. Das Team spielte in der Saison 2005/2006 zwar in der 2. Bundesliga und war damit die höchst spielende Sportmannschaft des Landkreises Cloppenburg. Aber am Ende der Saison herrschte Tristesse pur. Nach einem 25:35 beim SC Magdeburg stieg der TVC aus der 2. Bundesliga ab und marschierte schnurstracks in die Kreisliga – ein ebenso trauriger wie einmaliger Vorgang.