KREIS CLOPPENBURG - Wie erwartet, spielen Altenoythe und Barßel oben mit. Molbergens Ex-Spielertrainer Stefan Lüske warf als einziger Bezirksklassen-Coach im Kreis die Brocken hin.
Von Katrin Bendel
KREIS CLOPPENBURG - In der Fußball-Bezirksklasse IV wären derzeit fünf von sechs Kreis-Vertretern für die OM-Bezirksliga qualifiziert. Der SV Peheim muss nach derzeitigem Stand als Tabellen-13. vier Punkte aufholen, um die Qualifikation zu schaffen.SV Altenoythe: Altenoythes Trainer Stefan Lang hatte als Saisonziel die Meisterschaft ausgegeben und steht mit seiner Mannschaft wunschgemäß auf dem ersten Tabellenplatz. Dennoch konnte Lang nicht immer zufrieden sein, denn bei sieben Siegen spielte seine Mannschaft gleich fünfmal unentschieden. Die erste von zwei Niederlagen kassierte die Lang-Elf am 7. Oktober beim SV Höltinghausen. Der SVH stand zu diesem Zeitpunkt mit sechs Punkten aus sieben Spielen auf dem zwölften Tabellenplatz. Zwei Wochen später gab es das sehenswerte 2:2-Unentschieden im Spitzenspiel gegen den TuS Emstekerfeld. Gar nicht erfreulich war aus Altenoyther Sicht hingegen die 1:6-Niederlage beim SV Molbergen am Freitag, 18. November. Auch die Pleite gegen Höltinghausen war an einem
Freitag passiert. Am letzten Hinrundenspieltag, 4. Dezember, schoben sich die Altenoyther, die häufig ersatzgeschwächt antreten mussten, mit einem 3:1-Sieg im Sonntagsspiel beim STV Barßel jedoch wieder an Lüsche und Barßel vorbei an die Tabellenspitze.
STV Barßel: „Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, werden wir oben mitspielen können. Es darf aber nicht allzu viel passieren“, hatte Barßels Trainer Uwe Schröder vor der Saison gesagt. Es passierte, was Verletzungen angeht, eine ganze Menge. Aber die übrig gebliebenen STV-Akteure sorgten nach einem recht schwachen Saisonstart – erst im vierten Spiel gelang der erste Sieg gegen den TV Dinklage (1:0) – dafür, dass Barßel dennoch oben mitmischt und nach derzeitigem Stand als Tabellendritter locker für die neue OM-Bezirksliga qualifiziert wäre.
TuS Emstekerfeld: Der TuS Emstekerfeld war in der Hinserie die Überraschung schlechthin. Als Aufsteiger war die Mannschaft von Trainer Ulrich Borchers zwischenzeitlich sogar Tabellenführer und steht auch jetzt auf dem fünften Platz mit nur drei Punkten Rückstand auf den SV Altenoythe (26) glänzend da. Als bitter empfand Coach Borchers nur die 0:4-Niederlage unter widrigen Bedingungen – alle anderen Spiele wurden abgesagt – am letzten Spieltag bei BW Lüsche. „Sonst ist für uns alles positiv verlaufen. Die Mannschaft hat mit viel Teamgeist schon viel bewegt“, sieht Borchers seine Mannen auf einem guten Weg zum Ziel „OM-Bezirksliga“. Damit es in der Rückrunde so erfreulich weiter geht, haben die Emstekerfelder Torjäger Christian Meyer vom Kreisligisten BW Galgenmoor verpflichtet.
SV Molbergen: Während es im Bezirkspokal rund lief, erlebten die Waldeck-Buben in der Liga eine beispiellose Talfahrt – bis Spielertrainer Stefan Lüske, der gemeinsam mit Paul Bockhorst die Molberger trainiert hatte, nach dem peinlichen 2:3 bei GW Brockdorf am elften Spieltag die Brocken hinwarf. Eine Woche später war es Lüske selbst, der unter dem neuen Trainer Gerd Budde beim grandiosen 6:1-Erfolg gegen die völlig neben sich stehenden Altenoyther mit vier Toren den Knoten platzen ließ. Mit einem weiteren Sieg gegen Neuenkirchen (3:2) verbesserten sich die Molberger vom elften noch auf den achten Platz, der zur angestrebten Qualifikation für die neue Bezirksliga nach derzeitigem Stand reichen würde. In der Rückrunde soll Galgenmoors Reiner Landwehr als spielender Co-Trainer am Waldeck mitmischen. Dem Vernehmen nach könnte er in der neuen Saison sogar das Ruder als Cheftrainer übernehmen.
SV Höltinghausen: Die Höltinghauser blieben nach dem 3:1-Auftaktsieg beim TuS Neuenkirchen sechs Runden lang ohne Dreier und wähnten sich „schon langsam unter Druck“, wie Trainer Bernd Diekmann es ausdrückte. Der 2:1-Erfolg zu Hause gegen den SV Altenoythe war jedoch der Beginn einer tollen Serie: Mit Siegen in Vechta, gegen Brockdorf und gegen Lohne sowie einem 1:1 gegen den SV Molbergen kletterte das Diekmann-Team vom zwölften auf den neunten Platz und hat ein Spiel weniger absolviert als der einen Punkt mehr aufweisende Achte SV Molbergen.
SV Peheim: Die Peheimer standen in der Hinrunde vor der erwartet schweren Aufgabe. In den 14 Spielen gelangen der Mannschaft von Spielertrainer Georg Ostendorf nur drei Siege und vier Unentschieden. Da half es auch nichts, dass Ex-Torjäger Klaus Osterkamp einmalig aushalf. Erst am Ende der Hinserie schienen die Peheimer sich zu berappeln. Mit dem 3:1-Sieg gegen den SV Holdorf wurde der Anschluss ans Tabellenmittelfeld wieder hergestellt, und so war man für das vorgezogene Rückspiel gegen das Schlusslicht SFN Vechta guten Mutes. Die Partie wurde allerdings witterungsbedingt abgesagt, und Peheim überwintert auf dem 13. Tabellenplatz.
