Wiefels/Neugarmssiel/Wesermarsch - Die Boßlerinnen aus Reitland und Kreuzmoor kämpfen an diesem Sonntag um die Mannschaftsmeisterschaft des Friesischen Klootschießerverbands (FKV). Sie wollen sich in der Gemeinde Wangerland die Krone in der Hauptklasse aufsetzen und gehen ab 13 Uhr in Wiefels auf die Strecke. Das Werfen der Hauptklasse der Männer beginnt schon um 12.30 Uhr in Neugarmssiel – allerdings ohne Beteiligung aus der Wesermarsch.
Dritte Mannschaft aus dem Landesverband Oldenburg in der Frauen-Konkurrenz ist Landesmeister Schweinebrück. Aus dem Landesverband Ostfriesland sind die Teams Norden, Rahe und Dietrichsfeld bei der FKV-Finalrunde dabei.
Die Frauen werfen auf der Wurfstrecke Wiefels in Richtung Eggelingen. Bemerkenswert: Es handelt sich um eine typische Ostfriesenstrecke – mitten im Oldenburger Land. Sie ist einseitig hängend, ansprechend breit und mit einigen Kurven gespickt.
Knackpunkt Eggelingen
Knackpunkt dürfte der Abschnitt in Eggelingen sein. Das sieht die Schweinebrückerin Astrid Hinrichs ähnlich. „Da kann man viel gewinnen, aber auch genauso viel verlieren.“ Die Kugeln werden auf der Hintour von links über die Daumenseite und auf der Rücktour von rechts über den Finger geworfen.
Fest steht: Es wird einen neuen Meister geben. Titelverteidiger Ardorf ist nur Vierter der Landesliga Ostfriesland geworden. Landesmeister wurde Dietrichsfeld. Der Titelträger im Landesverband Oldenburg, Schweinebrück, gibt sich vorab relativ bescheiden. „Ein Medaillenplatz für unsere junge Truppe wäre das i-Tüpfelchen“, sagt Astrid Hinrichs.
Die Kreuzmoorerinnen haben im Vorjahr Bronze geholt. Mit dieser Platzierung könnten sie sich wohl auch in diesem Jahr anfreunden. Pressesprecherin Karin Ledebuhr backt vor der zwölften Teilnahme in Folge kleine Brötchen „Die Kraftstrecke spielt uns nicht in die Karten.“ Der 15-malige Landesmeister Reitland will seine Erfahrung ausspielen. Mannschaftsführerin Anja Rütemann weiß, wie unvorhersehbar ein Wettkampf ist. „Wir wollen gut abschneiden. Die Tagsform könnte den Ausschlag geben.“
In der Männerkonkurrenz messen sich die Oldenburger Mannschaften Spohle, Grabstede und Landesmeister Halsbek mit der ostfriesischen Konkurrenz Schirumer Leegmoor, Pfalzdorf sowie Meister, Titelverteidiger und Favorit Reepsholt auf der Wurfstrecke in Neugarmssiel in Richtung Großcharlottengroden. FKV-Boßelwart Reiner Berends spricht von einer anspruchsvollen Straße: „Das ist ein rundes Geläuf mit schwierigen Kurven.“
Vier Verletzte
Die noch jungen Halsbeker müssen gleich vier verletzte Stammwerfer ersetzen. Mannschaftsführer Marvin Coldewey: „Wir wollen das Beste aus der Situation machen und viel Erfahrungen sammeln.“
Grabstede war erst 2013 FKV-Meister. Der Vizelandesmeister hat ebenfalls Personalsorgen, kennt aber die Strecke von einigen Trainingseinheiten und dem Landespokalwerfen gegen Garms. „Das ist eine sehr anspruchsvolle, kurvenreiche Stecke, die sogar eine Doppelkurve hat“, sagt Mannschaftskapitän Holger Alberts über die mit tiefen Löchern gespickte Straße. Auf der Hintour muss meist über den Daumen geworfen werden, auf der Rücktour über den Finger.
Die Spohler um Mannschaftsführer Sascha Hemme fühlen sich derweil in der Außenseiterrolle pudelwohl. „Mit etwas Glück ist vieles möglich“, sagt Hemme.
Männer
12.30 Uhr: Spohle - Schirumumer-Leegmoor
12.50 Uhr: Grabstede - Pfalzdorf
13.10 Uhr: Halsbek - Reepsholt
Frauen
13 Uhr: Reitland - Norden
13.10 Uhr: Kreuzmoor - Rahe
13.20 Uhr: Schweinebrück - Dietrichsfeld
