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Geselligkeit Kugeln rollen immer montags

Hundsmühlen - Durch die Hecke des Mehrgenerationen- Spielplatzes am Dahlienweg in Hundsmühlen dringen an jedem Montagnachmittag längst vertraute Geräusche: das Klackern von zusammenprallenden Metallkugeln, kurze, verhaltene Flüche, aber auch Jubelrufe und vor allem: heiteres Lachen. All diese Laute verraten: die Hundsbouler sind wieder in Aktion.

Bis 20 Personen spielen

Die gemeinsame Leidenschaft dieser heiteren Truppe von bis zu 20 Personen heißt: Boule. Jenes leicht erlernbare Wurfspiel mit den silbernen Kugeln, das ein bisschen französische Lebensart in hiesige Gefilde bringt.

Zwischen Dahlien- und Veilchenweg ist es zu einem Nachbarschaftshobby geworden. „Es fing vor mehr als acht Jahren auf dem Tungeler Sportplatz an“, erinnert sich Hartmut Ritter. Später traf man sich auf dem alten Spielplatz am Dahlienweg. „Der war jedoch in einem traurigen Zustand“, erzählt einer der Hundsbouler. Dann gründete sich eine Interessengemeinschaft, die den Spielplatz von 2008 bis 2011 mit Unterstützung der Gemeinde neu gestaltete und zu einem Mehrgenerationen-Spielplatz umfunktionierte.

Heute gehören dazu eine Kletteranlage für Kinder, eine überdachte Sitzgelegenheit und eben ein 13 mal 13 Meter großer Boule-Platz, der überwiegend von der Generation 60plus genutzt wird. Eine Alterseinschränkung gibt es jedoch nicht. „Unsere Kinder sind ja berufstätig und haben weniger Zeit“, heißt es.

„Mittlerweile sind alle, die hier spielen, im Ruhestand“, weiß Wilfried Koslowski. Aber natürlich würden hin und wieder auch Enkelkinder mitgebracht. Der älteste Mitspieler ist 83. Getroffen wird sich ganzjährig immer montags. „Bei Wind und Wetter“, betont Irmgard Krach.

Zwei Stunden lang wird in wechselnden Teams gegeneinander gespielt und Jagd gemacht auf das „Schweinchen“, wie sich die kleine rote Kugel nennt, an die jeder Spieler mit seinen großen Kugeln so nah wie möglich herankommen muss.

Auch Arbeitseinsätze

„Wir lieben an diesem Spiel die Geselligkeit, die Bewegung und die frische Luft“, fasst Barbara von Mittelstaedt zusammen, was die Hundsbouler vereint. „Ein bisschen Ehrgeiz ist aber auch dabei“, ergänzt einer der Herren.

Auch über das Spielen hinaus sind die Anlieger des Mehrgenerationen-Platzes gesellig: Es gibt Arbeitseinsätze, um den Platz in Ordnung zu halten, und einmal im Jahr ein Nachbarschaftsfest. Die Hundsbouler fühlen sich aber keineswegs als geschlossene Gesellschaft: „Hier ist jeder willkommen.“

Marén Bettmann
Marén Bettmann Redaktion Wardenburg
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