Oldenburg - Ein Stürmer, der in diesem Sommer die ohnehin gewaltige Fraktion von ehemaligen VfB-Fußballern beim SSV Jeddeloh verstärkt hat, war maßgeblich am ersten Testspielsieg des Regionalliga-Aufsteigers bei GVO beteiligt. Nils Laabs (von 2013 bis 2016 in Oldenburg, zuletzt ein Jahr in seiner Heimat beim Bremer SV) erzielte beim 7:0-Erfolg der Ammerländer bei Bezirksligist GVO einen Hattrick zum 3:0-Pausenstand.

„Für uns war das Spiel eine runde Sache“, war Marc Bury, der seit diesem Sommer mit Jesko Lampe das neue Trainergespann der Osternburger bildet, trotz der am Ende klaren Niederlage zufrieden mit seinem Team. „Das war ein lockeres erstes Testspiel, das Ergebnis geht in Ordnung. Wir müssen aber bis zum Saisonstart noch viel arbeiten“, sagte SSV-Coach Key Riebau.

Die Gastgeber hielten in der ersten Halbzeit gut mit, setzte aber offensiv keine Akzente. Auf der anderen Seite erspielte sich Jeddeloh früh einige Torchancen, war bei seinen beiden ersten Treffern aber auf die Mithilfe der GVO-Abwehr angewiesen. Erst ließ Vivian Bartz einen Freistoß von Florian Stütz nach vorn abprallen, Laabs staubte aus kurzer Entfernung ab (17. Minute). Dann versprang Tammo Künkenrenken bei einem Klärungsversuch der Ball, Laabs bewies erneut seinen Torriecher (30.). Wenig später machte der Torjäger den Hattrick perfekt, als er nach einer Hereingabe für Bartz unhaltbar aus zehn Metern traf (38.).

Zur zweiten Halbzeit schickte Riebau neun frische Spieler auf den Platz. GVO wechselte viermal und kam gegen den weiter dominanten Regionalligisten aber jetzt einige Male gefährlich in Tornähe. Die beiden größten Chancen hatte Aleksandar Sukalo mit zwei Distanzschüssen (62., 71.). Danach war bei den Osternburgern die Puste weg. Derrick Ampofo (77.), Luka Tomas (79.), erneut Ampofo (80.) und Dennis Engel (90.+1) sorgten für einen standesgemäßen Sieg der Ammerländer.

„Die Jeddeloher waren natürlich alle schneller, unsere Fehler haben sie sofort bestraft. Trotzdem haben wir bis zur 75. Minute eine ordentliche Defensivleistung gezeigt, danach ließen Kräfte und Konzentration sichtbar nach“, bilanzierte Bury und ergänzte: „In der Offensive müssen wir aber zielstrebiger werden. Wir hatten einige Situationen, aus denen wir mehr hätten machen können.“