Neuenburg/Jever - In der Handball-Landesliga standen die friesischen Vertreter abermals auf verlorenem Posten.

Männer: TV Bohmte - HSG Neuenburg/Bockhorn 37:29. Der Spitzenreiter war für das Schlusslicht aus der friesischen Wehde wie erwartet eine Nummer zu groß. Dennoch kehrte HSG-Trainer Bernd Frosch, der erstmals in dieser Saison auf Henning Wuttke zurückgreifen konnte, mit einem guten Gefühl heim. Ohne Nils Stulke und Stefan Thunemann, hatte der Außenseiter dem großen Favoriten vor der Pause (18:16) ein Duell auf Augenhöhe geliefert. „Besonders im Angriff wurde mutig agiert“, freute sich Frosch, obwohl zahlreiche Fehlwürfe zu einigen erfolgreichen Tempogegenstößen der Bohmter geführt hatten.

Nach dem Seitenwechsel hielt die HSG die Partie bis zum 19:23 offen. „Dann wurden wir durch unmögliche Schiedsrichterentscheidungen aus der Bahn geworfen“, ärgerte sich Frosch. „Der frisch eingewechselte Wuttke schaffte genau wie Steffen Silk mehrere Durchbrüche – die fälligen Strafwürfe wurden trotz klarer Fouls verwehrt.“

So führten die Gastgeber schon mit zwölf Toren (50.). „Doch meine junge Truppe zeigte Moral und kämpfte sich noch wieder heran“, freute sich Frosch. Einen guten Eindruck hinterließen die erst 17-jährigen A-Jugendlichen Jonas Reuter und Niclas Bredehorn.

Frauen: ASC GW Itterbeck - HG Jever/Schortens 31:25. Trotz einer Leistungssteigerung gegenüber den vergangenen Wochen und eines couragierten Auftritts beim favorisierten Tabellenzweiten standen die Spielerinnen von HG-Trainer Markus Dröge am Ende wieder mit leeren Händen da. Durch die neunte Niederlage in Folge rutschten die Friesländerinnen erstmals auf einen direkten Abstiegsplatz ab und sind nun Vorletzter.

„Das war eine ganz enge Kiste, in der mehr für uns drin gewesen wäre“, bilanzierte HG-Betreuerin Birgit Graalfs. „Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider.“ Zur Pause hatten die Gäste am Sonntag noch 15:12 geführt, zehn Minuten vor Ende stand es 21:21. Dann leistete sich das HG-Team in der Schlussphase zwei, drei individuelle Fehler, bekam zwei Zeitstrafen sowie drei Siebenmeter aufgebrummt – das nutzte Itterbeck und zog vorentscheidend auf vier Tore davon. Graalfs: „Wirklich schade, wenn man unten drin steht, verliert man solche Spiele, aber wir werden Positives aus dieser Niederlage ziehen.“