LANDKREIS - LANDKREIS - Abstiegskampf pur ist an diesem Wochenende bei den Spielen der Fußballteams aus dem Landkreis zu sehen, die in der Bezirksklasse aktiv sind. Dabei müssen sowohl der Ahlhorner SV als auch der VfL Wildeshausen gewinnen, wenn sie nicht entscheidend an Boden verlieren wollen. Nicht recht dürften ihnen die Ergebnisse der Nachholspiele der vergangenen Woche gewesen sein, denn Metjendorf gab durch den 3:1-Sieg über VfL Wilhelmshaven die Rote Laterne an Ahlhorn ab; Wildeshausen rutschte dadurch auf den vorletzten Platz. Auch der Sieg von Berne über Baris (2:0) kommt nicht gelegen, denn dadurch streiten sich nur noch fünf Teams so richtig um die vier Abstiegsplätze.
Ahlhorner SV – BG Wilhelmshaven (Sonnabend, 16 Uhr, Zeppelinplatz, Sr.: Freerksen). „Hinten muss die Null stehen und vorne werden wir erfolgreich sein!“ Mit dieser Marschroute schickt Spielertrainer Carsten Stammermann seine Elf in das Spiel gegen Blau-Gelb. Er wie auch seine Spieler wissen, was die Stunde geschlagen hat, denn der ASV liegt mit 20 Punkten jetzt wieder auf dem letzten Platz. Zwei Plätze davor liegt der kommende Gegner (20 Punkte), dem das Wasser ebenfalls bis zum Hals steht. Stammermann hat den Akteuren deutlich gemacht, dass sie in der Pflicht sind, endlich auch einmal in einem Heimspiel zu überzeugen. „Wir werden von der ersten Minute an den Gegner attackieren“, verspricht er. Ähnlich also wie zuletzt bei dem ungerechten Unentschieden in Berne. Die Gäste sollen wissen, wer hier der Gast und wer der Gastgeber ist.
Im Mittelpunkt des Trainings der vergangenen Woche stand die Schulung des Zweikampfverhaltens und der Abschluss von Angriffen. Hier liegt ein Hauptmanko des Ahlhorner Spiels. Nicht nur jetzt, sondern während der gesamten Saison. Positiv sei die Reaktion bei einigen Spielern auf den Wechsel bei dem Übungsleiter gewesen. „Da ist bei einigen eine Last von den Schultern gefallen“, hat er eine deutliche Erleichterung registriert, die sich auch in den Leistungen niederschlug. Jetzt gilt es, dies auch auf dem Platz in Erfolg umzusetzen. Gegen Blau-Gelb haben die Aktiven eine Chance dazu. Es werden wohl die gleichen sein, die schon beim ersten Einsatz unter Stammermann als Betreuer aufliefen.
VfL Wildeshausen – TSV Ganderkesee (Sonntag, 15 Uhr, Sr.: Tuner). Während Wildeshausen in diesem Derby unter Druck steht, kann der TSV die Sache gelassen angehen. Gleichwohl will Trainer Matthias Trätmar nichts von Nachbarschaftshilfe wissen, denn nach seiner Rechnung benötigt sein Team noch drei Zähler, um auf der sicheren Seite zu sein. Und die sollen so früh wie möglich geholt werden. Sein Team, das in Bestbesetzung auflaufen kann, zeigt im Training noch Feuer und Begeisterung. Ähnliches soll auch im Spiel beim Tabellenvorletzten sichtbar sein. Auf der anderen Seite steht ein VfL, der wie Schlusslicht Ahlhorn bislang nur 20 Zähler holte. Zwar zeigte er zuletzt aufsteigende Form, dennoch reichte es auch in Wilhelmshaven nicht zu dem sehnlichst erhofften Sieg. Der muss jetzt her, will das Delbanco-Team nicht entscheidenden Boden gegenüber der Konkurrenz verlieren. Wildeshausens Trainer wird wieder A-Jugendliche in seine Mannschaft
einbauen müssen. Die wussten zuletzt zu überzeugen. Allerdings könnte es von Nachteil sein, dass sie nicht die Routine besitzen, die im Kampf um den Erhalt der Klasse notwendig ist.
In Wildeshausen lässt man nichts unversucht, dem Team den Rücken zu stärken. Aus diesem Grund müssen die Besucher am morgigen Sonntag keinen Eintritt zahlen, wenn sie dem Kampf des VfL um den Klassenerhalt beiwohnen wollen.
Fünf Teams ermitteln vier Absteiger
