LANDKREIS - Sowohl der Ahlhorner SV als auch der VfL Stenum wollen am Wochenende in der Fußball-Bezirksliga punkten. Der ASV spielt an diesem Sonnabend (16 Uhr) gegen Olympia Wilhelmshaven, der VfL reist am Sonntag (15 Uhr) zum Heidmühler FC.

Ahlhorner SV - Olympia Wilhelmshaven. Es war eine erste Halbzeit zum Vergessen, die der Ahlhorner SV in der vergangenen Woche im Heimspiel gegen den TV Esenshamm ablieferte. Ein Eigentor von Jan Gusfeld-Ordemann nach drei Minuten, 0:3 nach 18 Minuten und kurz vor der Pause eine Rote Karte für den besten Torjäger Marius Bauer nach einer Tätlichkeit. Dass sich der ASV danach noch einmal zusammenriss und die Niederlage mit 2:4 in einem noch erträglichen Rahmen hielt, konnte Trainer Klaus Ebel nicht wirklich trösten: „Das Spiel war natürlich schon nach 45 Minuten im Eimer. Es darf einfach nicht sein, dass wir nach einem schlechten Start so zusammenbrechen“, sagt ASV-Trainer Klaus Ebel, der es begrüßenswert fand, dass die Mannschaft sich unter der Woche einmal intern – ohne Trainerstab – getroffen hat, um miteinander „Tacheles“ zu reden: „Es ist gut, wenn die Spieler auch einmal untereinander über die Probleme diskutieren.“

Ob die Unterredung fruchtbaren Charakter hatte, wird sich schon an diesem Sonnabend im Spiel gegen Olympia Wilhelmshaven herausstellen. Zumindest auf dem Papier scheint der abgeschlagene Tabellenletzte geradezu ideal zur Ahlhorner Frustbewältigung zu taugen. Mit einem eher an ein Tennisspiel erinnerndem 4:6 verloren die Gäste am vergangenen Montag gegen den TV Esenshamm. Sechs Treffer erzielte der ASV auch beim 6:1-Hinspielerfolg in Wilhelmshaven, gegen ein ähnliches Resultat hätte bei den Gastgebern diesmal selbstredend niemand etwas einzuwenden. „Da brauchen wir nicht lange drum herum reden. Wir sind klarer Favorit und müssen das Spiel gewinnen“, sagt Ebel, der von seiner Mannschaft in erster Linie eine „konzentrierte Leistung“ erwartet. Personell kann der Coach aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Marius Bauer, bei dem die Dauer der Sperre noch nicht feststeht, sind alle Mann an Bord.

Heidmühler FC - VfL Stenum. Die große Problemzone des VfL Stenum ist und bleibt die Defensive. Satte 64 Mal schlug es in dieser Spielzeit schon im Kasten des Tabellen-13. ein. Und selbst beim jüngsten Sieg gegen den FC Rastede gelang es nicht, eine komfortable 3:0-Führung schadlos über die Bühne zu bringen. In der Schlussphase setzte es noch zwei Gegentreffer.

Am Sonntag wird dem so häufig instabilen Stenumer Deckungsverbund ein echter Härtetest unterzogen. 60 Tore stehen für den Heidmühler FC zu Buche, hinter Spitzenreiter TuS Heidkrug (69 Tore) ist das der zweitbeste Ligawert. Mehr als die Hälfte der FC-Treffer gehen allein auf das Konto der gefährlichen Offensivreihe um Niklas Fasshauer (18 Saisontore), Malte Wobben (10) und Sascha Abraham (10). „Da müssen wir aufpassen“, warnt Stenums Trainer Jürgen Hahn, der die auf Rang vier notierten Gastgeber als „echtes Spitzenteam“ und in der „eindeutigen Favoritenrolle“ sieht. Hoffnungslos tritt Hahn die Reise nach Friesland jedoch nicht an. Schließlich hat seine Truppe in dieser Saison mit den Siegen gegen den VfL Wildeshausen (4:2), Jahn Delmenhorst (4:1) und den TSV Oldenburg (2:0) schon mehrfach bewiesen, dass sie gegen die vermeintlich „Großen“ der Liga bestehen können. „Es kann schon sein, dass uns die spielerisch stärkeren Teams aus den oberen Tabellenregionen besser liegen“, meint Hahn, um selbstbewusst hinterherzuschieben: „Wir können gegen jeden Gegner punkten.“

Bauchschmerzen bereitet Hahn allerdings die personelle Situation. Neben den Langzeitverletzten drohen nun auch noch Julian Dienstmaier (Grippe) und Roy Rother (Adduktoren) auszufallen. Für den privat verhinderten Stammtorwart Marco Scheffler wird Stefan Buss zwischen den Pfosten stehen. „So langsam wird es eng bei uns“, meint Hahn.