LANDKREIS - Drei Heimspiele, nur zwei Gästeteams – das ist die Kurzform des Bundesliga-Spieltags für die Faustballer des TV Brettorf, des Ahlhorner SV und des SV Moslesfehn an diesem Wochenende. Die Brettorfer (Sonntag, 11 Uhr, Bareler Weg) und die Ahlhorner (Sonnabend, 16 Uhr, Katharinenstraße) erwarten die SG Kaulsdorf aus Berlin. Moslesfehn trifft am Sonntag, 11 Uhr, an der Korsorsstraße auf den TK Hannover.
„Mit dem Einsatz des Trainers ist nicht zu rechnen“, sagt Thomas Neuefeind mit Blick auf den zurückliegenden Sonntag. Im Verlauf des siebten Satzes der Partie gegen den VfK Berlin war er zum ASV-Spielertrainer geworden. Er übernahm die Position des Schlagmanns und führte sein Team zum Sieg. „Wir hatten Verletzungsprobleme“, erklärte Neuefeind. Angreifer Christoph Johannes fehlte, Nils-Christoffer Carl hatte während der Partie Probleme im Oberschenkel. Er habe dann signalisiert, dass er ein Pause brauche, sagte Neuefeind. „Ich wollte eigentlich nicht so lange spielen, aber dann lief es einfach.“ Und wie: Sein Team geht am Sonnabend als Spitzenreiter in die Partie gegen Kaulsdorf – ohne Spielertrainer. „Ich gehe davon aus, dass Christoph Johannes einsatzbereit ist“, sagt Neuefeind. Ziel sei es, mit einem Sieg „über den unbequemen Gast“ die gute Ausgangsposition im Rennen um die DM-Qualifikation zu wahren.
Das ist auch das Ziel der Brettorfer, die mit zwei Punkten, aber auch zwei Spielen weniger als der ASV Tabellenzweiter sind. Der TVB hat am vergangenen Sonnabend ebenfalls mit einem Sieg über den VfK Berlin, eigentlich Favorit auf die Meisterschaft, Selbstvertrauen getankt. Aus einem 0:3 machte der TVB ohne seinen etatmäßigen Schlagmann Tobias Kläner einen 5:3-Heimsieg. „Vor dieser Energieleistung und Moral ziehe ich meinen Hut“, sagte TVB-Trainer Klaus Tabke. „Ein großes Kompliment gebührt natürlich auch Jens von Seggern, der Tobias im Angriff sensationell ersetzt hat.“ An diesem Sonntag – Tobias Kläner ist wieder dabei – soll gegen den Tabellenvorletzten Kaulsdorf nachgelegt werden. „Wir wollen gewinnen. Alles andere wäre eine Enttäuschung“, bestätigt Tabke. Trotzdem warnt er: „Kaulsdorf kann befreit aufspielen. Das Team hat nichts zu verlieren.“
Dieses Motto macht sich auch der SVM zu eigen. Der sieglose Tabellenletzte empfängt am Sonntag den Tabellensechsten Hannover. Anders als zuletzt werden alle Moslesfehner einsatzbereit sein. Hannover sei daher ein Gegner, gegen den zumindest Satzgewinne möglich seien, meint Trainer Jan van der Pütten. „Für uns kann es nur gut gehen. Ich sehe dem Spiel positiv entgegen“, sagt er.
