LANDKREIS - Riesenjubel beim Ahlhorner SV, Zufriedenheit beim TV Brettorf und SV Moslesfehn: Ein erfolgreiches Europapokal-Wochenende liegt hinter den Faustball-Mannschaften aus dem Landkreis. Die Spielerinnen des Ahlhorner SV gewannen am Sonntag in Berlin den Landesmeister-Wettbewerb gegen den Titelverteidiger Union Arnreit, der seit 2009 die Pokale in der Halle und auf dem Feld gewonnen hatte, mit 3:0. Der SV Moslesfehn belegte Rang sechs. Die Männer des TV Brettorf wurden im ebenfalls in Berlin ausgetragenen IFA-Pokal Vierte.

Für den ASV war es der achte Europapokalsieg. Zuletzt war er 2008/2009 in der Halle erfolgreich gewesen. Weitere Hallen-Titel gab es 2001/02 und 2002/03. Auf dem Feld war der ASV 2008 auf den europäischen Thron gestiegen. Auch 2003, 2005 und 2007 hatte er triumphiert. „Wir sind besser mit dem Regen zu Recht gekommen“, sagte Trainerin Edda Meiners über den 11:8, 11:6 und 15:14-Erfolg. „Und wir waren in den entscheidenden Momenten im Rückschlag besser.“

Der SV Moslesfehn hatte in der Vorrunde Arnreit ordentlich Paroli geboten, musste sich aber doch mit 11:9, 6:11, 5:11 und 10:12 geschlagen geben. Zuvor war der SVM mit einem 3:2-Erfolg über FB Embrach (Schweiz) ins Turnier gestartet. Das 1:3 (8:11, 11:4, 9:11, 9:11) gegen den FBC Linz Urfahr kostete ihn aber letztlich die Halbfinalteilnahme. In der Runde um Platz fünf bezwangen die Moslesfehnerinnen am Sonntag den SSV Bozen (Italien) mit 3:0, ehe die Partie um Rang fünf gegen Embrach mit 0:3 (9:11, 6:11, 1:11) verloren ging.

?Die Brettorfer waren am Sonnabend Zweiter ihrer Vorrundengruppe geworden. Sie besiegten den TSV Jona (Schweiz) mit 2:1, Bozen mit 2:1 und Union Vöcklabruck (Österreich) mit 2:0. Gegen den Gruppensieger, den TuS Kremsmünster (Österreich), musste sich der TVB mit 1:2 geschlagen geben. Damit ging es für das Team am Sonntag zunächst gegen den Süd-Bundesligisten TV Unterhauggstett um den Platz im Halbfinale. In dieser Partie bewiesen die Brettorfer tolle Moral und Kampfgeist. Sie machten einen 0:2-Rückstand (7:11, 6:11) wett, indem sie die Sätze drei und vier mit 11:7 und 11:7 gewannen. Im entscheidenden Durchgang standen sie beim 7:10 kurz vor dem Aus. Doch erneut kam das TVB-Team zurück, wehrte alle Matchbälle ab und schaffte mit einem 12:10 den Sprung in die Runde der letzten Vier.

Im Halbfinale trafen die Brettorfer auf ihren Ligarivalen VfK Berlin. Es sei zu sehen gewesen, dass das Team im Viertelfinale zu viel Kraft verloren hatte, erklärte TVB-Trainer Klaus Tabke das 0:3 (7:11, 7:11, 6:11). Der Gegner habe allerdings auch sehr stark gespielt. „Die Abwehr der Berliner war sensationell“, lobte Tabke. „Insofern haben sie schon verdient gewonnen.“

Im Spiel um Platz drei ging es erneut gegen Kremsmünster. In einer dramatischen und auf hohem Niveau stehenden Begegnung unterlag der TVB mit 2:3 (8:11, 14:12, 11:4, 9:11, 4:11). „Mein Ziel war das Halbfinale“, bilanzierte Tabke. „Das haben wir erreicht. Und wir haben gesehen, wo wir noch Baustellen haben, wo wir uns verbessern müssen. Das war gut so.“

Sieger wurde der FCB Linz Ufahr aus Österreich. Das Team bezwang Berlin mit 3:1.