LANDKREIS - In der Fußball-Bezirksliga liegt der Fokus an diesem Wochenende aus Landkreissicht ganz klar auf dem Duell am Sonntag zwischen dem VfL Wildeshausen und Stenum. Einen Tag zuvor tragen Ahlhorn und Ganderkesee ihre Heimspiele aus.

Ahlhorner SV – TuS Heidkrug (Sonnabend, 16 Uhr, Sr.: Buzas). Zuversichtlich geht Ahlhorns Spielertrainer Carsten Stammermann in diese Partie. „Gegen Obenstrohe haben wir gesehen, dass wir auch bei einem Heimspiel mehr investieren müssen. Das will die Mannschaft jetzt umsetzen“, hofft er auf ein besseres Resultat. Stammermann kann mit Ausnahme von Rainer Iken auf alle Spieler zurückgreifen. Entscheidend wird sein, dass der ASV den Gast von der ersten Minute an beschäftigt und ihn nicht seine Gefährlichkeit in der Offensive ausspielen lässt. 19:4-Tore in den vergangenen drei Partien machen deutlich, wo die Stärke des Gegners, der auf den gesperrten Torwart David Lohmann verzichten muss, liegt.

TSV Ganderkesee – FC Ohmstede (Sonnabend, 16 Uhr, Sr.: Heuer). „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, so dürfte das TSV-Motto vor dem Kellerduell gegen den FCO lauten. Die Oldenburger verbuchten noch keinen Ligasieg, kassierten auswärts drei klare Niederlagen und stehen mit drei Heimremis nur aufgrund des knapp besseren Torverhältnisses vor dem bislang einmal siegreichen TSV. „Wir werden Ohmstede aber bestimmt nicht unterschätzen. Das ist ein ganz unbequemer Gegner“, meint TSV-Trainer Matthias Trätmar, der mit seinem Team unter der Woche intensiv an der Defensive gefeilt hat. „Zumeist haben wir gut gespielt, aber durch zu viele individuelle Fehler ist da bislang noch nichts Zählbares bei herausgekommen.“ Umso wichtiger wäre Kai Kutschers Rückkehr, doch der Abwehrspieler ist erst am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Sicher fehlen werden weiter Jens Bauer, Martin Koschei, Andreas Buchholz und Sinan Öztürk.

VfL Wildeshausen – VfL Stenum (Sonntag, 15 Uhr, Sr.: Mittwollen). „Ich bin in Wildeshausen äußerst zufrieden“, hat Manfred Klatte seinen von einigen Spielern provozierten Rauswurf als Trainer des VfL Stenum Ende der Saison 2005/2006 abgehakt: „Persönliche Revanchegelüste sind zweit- oder drittrangig. Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden.“ Nach der blamablen 3:6-Pleite in Heidkrug plagen ihn auch ganz andere Probleme. Denny Gerken wäre nach seiner Roten Karte gegen Heidkrug zwar ohnehin gesperrt, aufgrund einer schweren Knieverletzung droht dem Keeper aber nun sogar die Sportinvalidität. „Sehr schade – er war bislang ein guter Rückhalt“, so Klatte. Als Ersatz gibt Wildeshausens Urgestein Eric Berger im Tor ein kleines Comeback und soll der Elf mit seiner Erfahrung nach dem kollektiven Abwehrversagen in Heidkrug im Derby lautstark zu mehr Halt verhelfen.

Das ist auch bitter nötig – zumal sich Stenum beim 5:0 gegen Schlusslicht TSV Oldenburg fürs Derby in Torlaune geschossen hat. „Die Jungs haben im Vergleich zur Vorsaison schon einen Schritt nach vorne gemacht, spielen deutlich abgeklärter“, meint Uwe Hammes, der Klatte damals in Stenum als Coach ablöste, und fügt an: „Natürlich wird darüber in der Mannschaft geredet. Für mich ist aber wichtig, dass wir uns oben festsetzen. Wildeshausen hat eine gute Mannschaft. Aber einen Aufsteiger muss man schlagen, wenn man an der Spitze mitmischen will.“