LANDKREIS - Jahn Delmenhorst scheint an der Spitze der Fußball-Kreisliga einteilt zu sein. Munderloh und Ganderkesee schielen daher jetzt auf Platz zwei. Dötlingen peilt den Klassenerhalt an.
TV Munderloh
Rundum zufrieden mit dem Verlauf der Hinserie ist Munderlohs Trainer Torsten Voigt. Dazu hat er allen Grund, denn er belegt mit seinem Team etwas überraschend den zweiten Tabellenplatz. Eine einstellige Platzierung hatte er vor Beginn der Saison als Ziel ausgegeben.
Viele seiner Spieler kamen aus der A-Jugend und müssten laut Voigt erst einen „Reifeprozess durchlaufen, ehe man mehr von ihnen verlangen könne“. Das scheint schneller gelaufen zu sein als erwartet, denn die Mannschaft hat sich als homogen erwiesen. Auch Rückschläge wurden verkraftet. Die Mischung bei den Munderlohern zwischen jungen Spielern und Routiniers scheint zu stimmen.
„Wir wollen nach wie vor an unserem Saisonziel festhalten. Noch weiter nach oben zu schauen wäre utopisch, da der erste Tabellenplatz an das beste Team der Kreisliga, Jahn Delmenhorst, vergeben ist“, sagt Voigt. Das Training hat der TV Munderloh bereits wieder aufgenommen. Die Hallen-Kreismeisterschaften sind Voigt nicht so wichtig. „Hauptsache ist dass sich keiner meiner Spieler verletzt.“
NWZ -Prognose: Sollte nicht noch einiges schief laufen beim Tabellenzweiten, wird sich die Mannschaft am Ende der Saison auf den Spitzenplätzen wiederfinden. Ob die Munderloher die Pause gut verkraftet haben, können sie beim Rückrundenstart Anfang Februar beim SV Tungeln zeigen.
TV Dötlingen
Einigen Punkten trauert Dötlingens Trainer Dirk Kwasny hinterher, der den Klassenerhalt mit seiner Mannschaft anstrebt. Wenn auch der derzeitige 11. Tabellenplatz am Ende ausreichen würde, ist der Abstand zu den Abstiegsplätzen nicht groß. Außerdem haben drei Mannschaften, die hinter den Dötlingern platziert sind, Nachholspiele zu bestreiten und könnten im Erfolgsfall weiter aufschließen. „Leider haben wir einige Punkte fahrlässig liegen gelassen und hätten den Abstand nach unten vergrößern können“, meinte Kwasny. Besonders aus den Begegnungen gegen Stenum II, beim VfR Wardenburg und gegen den VfL Wildeshausen hätten seiner Meinung nach mehr Punkte herausspringen können.
Während der Coach mit der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft zufrieden ist, könnte sie spielerisch noch zulegen und mehr Kontinuität erlangen. „Leider muss ich aus Gründen der Personalknappheit ständig die Formation wechseln. Daher hat meine Mannschaft kaum Gelegenheit, sich besser einzuspielen“, erläutert der Coach. Besonders schmerzlich ist der langfristige Ausfall von Spielmacher Markus Knüppel, der sich einen Kreuzbandriss zuzog und aller Voraussicht nach für den Rest der Saison ausfallen wird. Wie wichtig Knüppel für seine Mannschaft ist, zeigen seine sechs Treffer, mit denen er die interne Torschützenliste gefolgt von Renke Liebig (5) und Tim Lemke (4) anführt.
Die Trainingsbeteiligung liegt durchweg im zweistelligen Bereich. Damit ist Trainer Kwasny durchaus zufrieden, zumal er nur über einen kleinen Kader verfügt.
NWZ -Prognose: Klassenerhalt oder nicht? Diese Frage entscheidet sich für den TV Dötlingen erst an den letzten Spieltagen. Der Klub muss hoffen, dass sich „Zweitvertretungen“ wie die des Ahlhorner SV bis dahin befreit haben, sonst könnte der Verein Spieler aus der Bezirksliga einsetzen. Wenn Dötlingen allerdings in der Rückserie von Spielerausfällen verschont bleibt, kann das Team sich selbst retten.
TSV Ganderkesee
„Mit dem dritten Tabellenplatz liegen wir voll im Soll. Als Bezirksliga-Absteiger kann ich meiner Mannschaft beim Saisonbeginn natürlich nur den sofortigen Wiederaufstieg verkaufen. Ich wusste allerdings, dass Jahn Delmenhorst der Top-Favorit ist“, meinte Ganderkesees Trainer Mathias Trätmar.
Dass es hier und da bei seiner Mannschaft noch etwas hakt, sei mangelnde Cleverness. Das läge aber in der Hauptsache daran, dass er viele junge Spieler in seinen Reihen habe, die noch Erfahrung sammeln müssen. So sieht er diese Saison mehr oder weniger als Aufbaujahr, um in den nächsten Jahren erneut in die Bezirksliga aufzusteigen.
Allerdings muss Trätmar seinen Top-Torschützen Sascha Pfeiffer, der bereits elf Tore erzielte, in der Rückrunde ersetzen. Pfeiffer, der erst zu Saisonbeginn vom FC Hude zum TSV wechselte, hat den Verein in Richtung Delmenhorster BV verlassen. In der Torschützenliste folgen Martin Koschei (11), Stefan Schüttel (8) und Daniel Lachmund (7). Während der Trainer mit seiner Offensivabteilung sehr zufrieden ist, sind ihm 24 Gegentore zu viel. Daher wird er in der Trainingsarbeit diesbezüglich Schwerpunkte setzen.
NWZ -Prognose: Falls der TSV Ganderkesee von Verletzungen verschont bleibt, ist die Vizemeisterschaft machbar.
