LANDKREIS - Am 17. Spieltag der Fußball-Bezirksliga treten Wildeshausen, Ahlhorn und Stenum auswärts an.

TSV Ganderkesee – TV Jahn Delmenhorst (Sonnabend, 14 Uhr, Sportplatz Immerweg). Mit elf Punkten steht der TSV weiter auf dem vorletzten Platz der Liga und hat schon neun Zähler Rückstand auf das rettende Ufer. Gegen den Tabellendritten Jahn ist die Mannschaft von Trainer Raphael Riekers Außenseiter. „Aber wir müssen halt irgendwann auch mal überraschen, also fangen wir am besten schon gegen Jahn damit an“, fordert der Trainer. Unter der Woche gewann er im Test gegen Oberligist VfB Oldenburg (0:8) wichtige Erkenntnisse. „Wir haben vieles ausprobiert, auch taktisch mal anders gespielt. Das Spiel hat sich gelohnt“, so Riekers. Mit Apostolos Papakostas kehrt ein ganz wichtiger Spieler nach Rotsperre in das Team zurück. „Er bringt uns mit seinen technischen Fähigkeiten weiter“, betont Riekers. Der Coach erwartet einen Gegner, der über viel Qualität verfügt: „Er ist für mich ein großer Kandidat auf Platz zwei, denn er hat eine sehr gute Mannschaft.“

TuS Eversten – VfL Stenum (Sonntag, 14 Uhr, Sportplatz Hundsmühler Höhe). Viel besser könnte es für den VfL zurzeit nicht laufen. Nach vier Siegen aus den letzten fünf Spielen und dem überzeugenden 5:0-Erfolg gegen Heidmühle hat die Elf von Trainer Jürgen Hahn die Abstiegsplätze endlich verlassen. In der Offensive läuft es rund, immerhin wurden 20 Tore in diesen fünf Spielen erzielt. „Wir wollen die gute Form konservieren. Eversten ist eine Wundertüte. Sie können an einem guten Tag jeden schlagen“, erklärt VfL-Trainer Jürgen Hahn. Seine Elf setzt in Oldenburg zum nächsten Überholmanöver an, immerhin haben die Platzherren nur einen Punkt mehr auf dem Konto und wussten zuletzt nicht zu überzeugen. Dass es für den VfL mit zwei Siegen zum Jahresabschluss in der Rückrunde sogar noch etwas weiter nach oben gehen könnte, will der Trainer nicht hören: „Wir müssen realistisch bleiben und froh sein, endlich mal nicht auf einem Abstiegsplatz zu stehen.“

Heidmühler FC – Ahlhorner SV (Sonntag, 14 Uhr, Sportplatz Am Klosterpark). Gefährlich nahe sind die Ahlhorner wieder an die Abstiegsplätze herangekommen. Nur zwei Punkte beträgt der Vorsprung der Mannschaft von Trainer Detlef Blancke. Der ASV hat mit großen Personalproblemen zu kämpfen, die sich unter der Woche weiter verschlimmerten. Stephan Rupprecht (Auslandsreise) wird langfristig nicht mehr zur Verfügung stehen. Kai Brüning zog sich im Training eine Knieverletzung zu und droht auszufallen. Hinzu kommt das Fehlen von Christoph Benkendorf (Zerrung), Kolja Schrinner (Muskelfaserriss), Christopher Kern (Kreuzbandriss), Niklas Menkens (Schambeinentzündung), Jan Gussfeld-Ordemann (Krankheit) und Sascha Harmuth (Rotsperre). „Das sind acht Spieler, das können wir nicht so einfach auffangen. Wir trainieren mit der Zweiten, weil es sonst keinen Sinn machen würde“, ist Blancke frustriert. Froh und dankbar sei er über die gute Zusammenarbeit mit der Reserve, aus der erneut vier Spieler aushelfen werden.

In Heidmühle wartet auf dem ASV ein angeschlagenes Spitzenteam, das zuletzt mit 0:5 beim VfL Stenum unterging. „Die Heidmühler werden darauf brennen, sich zu rehabilitieren. Wir müssen den Kampf annehmen und die gute Offensive in den Griff bekommen“, so Blancke.

TuS Varel – VfL Wildeshausen (Sonntag, 14 Uhr, Sportplatz Windallee). Beim Tabellenschlusslicht Varel geht Wildeshausen als klarer Favorit in die Partie. „Meist kann man in solchen Spielern nur schlecht aussehen. Wenn wir aber unsere Leistung abrufen, bin ich überzeugt, dass wir gewinnen“, sagt VfL-Trainer Jürgen Gaden. Wichtig sei es nicht blind anzurennen, sondern über außen den Weg zum Erfolg zu suchen. Gaden erwartet einen defensiven Gegner, der über lange Bälle versucht, gefährlich zu werden. „Die Vareler spielen sehr körperbetont und einsatzfreudig. Es ist wichtig, dass wir in den Zweikämpfen gegenhalten“, kommentiert Gaden. Die Platzherren haben sich längst noch nicht aufgegeben, was sie beim 6:2-Sieg im letzten Heimspiel gegen Ahlhorn bewiesen. Im Hinspiel taten sich die Wildeshauser schwer, gewannen aber verdient mit 2:0. „Das war kein gutes Spiel, deswegen sollten wir gewarnt sein“, so Gaden. Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen, einzig Kai Schmale (Knieprobleme) wird ausfallen.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion