LANDKREIS - Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg hat die Chance verpasst, auf den zweiten Rang der Tabelle der Handball-Landesliga vorzurücken. Sie verlor gegen den TuS Bramsche mit 23:25. Der TV Neerstedt II kehrte mit einem 34:32-Erfolg vom TV Dinklage zurück.
TV Dinklage – TV Neerstedt II 32:34 (14:18). Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven. Das war zunächst aber nicht zu erahnen, denn als Hergen Brinkmann das 26:18 (41.) erzielte, schien das Team von TVN-Trainer Matthias Grau einem sicheren Sieg entgegen zu steuern. Doch dann nahmen die Gastgeber erst zwei und schließlich sogar drei Rückraumspieler der Neerstedter in kurze Deckung. Und die verloren völlig den Faden. Sie versuchten zu überhastet, zum Torerfolg zu kommen. Die Deckung stand alles andere als sicher, und die Grau-Truppe kassierte zudem noch einige unnötige Zeitstrafen. Wären dem überragenden TVN-Torwart Dennis Dohle nicht einige Glanzparaden geglückt, hätten die Hausherren das Spiel vielleicht gedreht. Außer Dohle war es Linksaußen
Jannik Lüdeke, der in den letzten Minuten herausragte.
Beide Teams agierten mit hohem Tempo, bis zum 6:6 (9.) konnte sich keines absetzen. Dann steigerte sich die TVN-Deckung, das Team kam über Konter zu einer 11:7-Führung. Mit vier Toren Vorsprung gingen die Neerstedter in die Pause. Bärenstark begannen sie die zweite Halbzeit. Die Deckung ließ sich kaum noch ausspielen, Dohle leitete mehrfach erfolgreiche Konter ein. So lag der TVN II klar in Führung (26:18), ließ sich aber plötzlich von der Hektik der Gastgeber anstecken. Dinklage holte Tor um Tor auf und hatte eine Minute vor dem Ende beim 32:33 den Anschluss hergestellt. Eine Zeitstrafe gegen den TVD nutzte das Grau-Team dann durch Rasche zum entscheidenden Treffer. Trainer Matthias Grau war sehr zufrieden: „Endlich einmal wieder ein Auswärtssieg. Die zweite Halbzeit haben wir nicht konzentriert durchgespielt. Auch wurden im Verlauf des Spiels zu viele klare Chancen ausgelassen.“
HSG Grüppenbühren/Bookholzberg – TuS Bramsche 23:25 (11:13). In der Endphase der Saison verlor die HSG nach langer Zeit wieder ein Heimspiel und vergab damit die Chance, auf den zweiten Tabellenplatz vorzurücken. Fünf Minuten vor dem Ende sah es noch gut aus, denn die Gastgeber führten nach einem Treffer des starken Kreisläufers Nico Parwanow mit 22:20. Doch in der verbleibenden Zeit häuften sich die Abspielfehler, so dass die Gäste es noch schafften, das Spiel zu drehen.
HSG-Trainer Jan-Bernd Schwepe war schon mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden. Der Mittelblock der Abwehr war zu passiv. Bramsche verschleppte geschickt das Tempo und spielte die eigenen Angriffe bis zur sicheren Torchance aus. Der HSG-Offensive mangelte es an Durchschlagskraft. Bramsche lag Mitte der ersten Halbzeit mit 7:2 vorn. Die Aktionen von Linksaußen Mielcarek sowie die Paraden von Dellwo brachten die HSG ins Spiel zurück. Nach dem Seitenwechsel (11:13) schien die Schwepe-Sieben nach kurzer Anlaufzeit hellwach zu sein, denn nach dem 13:17 (36.) packte die Deckung endlich energischer zu. Mit fünf Toren in Folge ging die HSG mit 18:17 (45.) in Führung. Doch Bramsche ließ sich nicht abschütteln. Unerklärlich war die Hektik der Einheimischen in der Schlussphase, mit der Bramsche wieder aufgebaut wurde. Schwepe war tief enttäuscht. „Ich weiß nicht, wie lange wir schon kein Heimspiel mehr verloren haben, aber heute war die Fehlerquote im technischen Bereich einfach zu hoch. Außerdem zeigten sich meine Spieler nicht heiß genug auf den Gegner, da waren die Gäste in kämpferischer Hinsicht überlegen. Wenn man eine Partie kurz vor dem Ende kippt, darf man sie nicht mehr aus der Hand geben.“
