LANDKREIS - Zwei Spiele mit Landkreis-Beteiligung wurden am Wochenende in der Handball-Weser-Ems-Liga der Frauen ausgetragen.

HSG Delmenhorst – HSG Grüppenbühren/Bookholzberg 33:25 (12:7). Mit dem verdienten Erfolg festigte die HSG Delmenhorst den dritten Tabellenplatz, während die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg auf Rang fünf abrutschte. Von Beginn an stand die Partie im Zeichen der Gastgeberinnen, die in Torhüterin Anneke Alfs einen großen Rückhalt hatten. So hatte die Delmenhorster Defensive um Organisatorin Wiebke Möller den Gäste-Angriff sehr gut im Griff, und auch das Umschalten in den Angriff klappte ausgezeichnet.

Gäste-Trainer Andreas Müller war mit der Leistung seines Teams zwar nicht unzufrieden. „Doch mit konzentrierterer Spielweise wäre mehr drin gewesen“, sagte er. Seine Spielerinnen verzeichneten 27 Fehlversuche, zudem unterliefen ihnen etliche technische Fehler. Nach dem 6:6 zeigten die Gäste zu wenig Kampfgeist und so übernahmen die Rot-Weißen das Kommando. Sie gaben Gas und erspielten sich den 12:7-Pausenvorsprung. Nach einigen Unkonzentriertheiten mussten die Delmenhorsterinnen den Gast bis auf 17:15 (40.) herankommen lassen. In der Folgezeit nutzten die Delmenhorsterinnen aber jeden Fehler der Müller-Truppe konsequent aus. Nina Ranke entschied die Partie mit ihrem Treffer zum 29:22 (54.).

HSG Hude/Falkenburg II – SC Ihrhove 18:15 (9:7). Trotz einer schwachen Leistung kam das HSG-Team von Trainerin Inge Breithaupt zu einem Erfolg, mit dem es den ersten Tabellenplatz festigte. Die kampfstarken Gäste machten das den HSG-Spielerinnen jedoch schwer.

Vier Minuten vor dem Ende lag Ihrhove nur mit 15:16 zurück, für die Gäste schien auch ein Punktgewinn oder mehr möglich. Doch HSG-Torhüterin Sandra Peters, mit insgesamt 20 Paraden und vier gehaltenen Strafwürfen Garant des Erfolges, hielt in der verbleibenden Spielzeit zweimal glänzend, und in den Gegenzügen warfen Veronika Sinn und Michaela Cordes die entscheidenden Tore.

Zuvor hatte die HSG-Deckung lange Zeit Probleme mit dem schnellen SC-Rückraum. Sie wurde vor allem in der Anfangsphase immer wieder durch einfache Wechsel ausgespielt. Da in der HSG-Offensive ebenfalls nicht viel zusammen lief, lag Ihrhove nach elf Minuten mit 5:2 vorn. Doch dann wurde die HSG-Abwehr sicherer, zudem scheiterten die SC-Werferinnen regelmäßig an Peters. Die Gastgeberinnen kamen ins Spiel. Veronika Sinn glich zum 5:5 aus. Das Eis schien gebrochen. Doch während die Deckung den Gegner nun im Griff hatte, gelang den Huderinnen im Spiel nach vorn immer noch nicht sehr viel. Trotzdem lagen sie zur Pause in Führung (9:7).

Nach dem Seitenwechsel gab es dann viel Leerlauf, beide Teams vergaben klare Chancen. Nach dem 14:10 (48.) durch Kerstin Engels schienen die Gastgeberinnen die Punkte schon sicher zu haben, doch mit großem Einsatz erkämpften sich die Gäste in der Schlussphase gleich mehrfach den Ball und kamen der HSG noch einmal bedrohlich nahe. Dreißig Sekunden vor dem Ende machten die Gastgeberinnen dann aber doch alles klar.