LANDKREIS - Bei der Frage nach dem Favoriten für die kommende Saison in der Fußball-Kreisliga braucht der echte Fußballkenner nicht lange nachzudenken: Jahn Delmenhorst ist die Mannschaft, der die Vertreter von zwölf Vereinen der Liga den Titel zutrauen. Und in der Einschätzung der Experten sind SV Tungeln und VfL Wildeshausen die Teams, die den Delmenhorstern den Titel am ehesten streitig machen könnten. TV Munderloh, TSV Ganderkesee, VfR Wardenburg und TuR Abdin Delmenhorst werden dagegen nur geringere Chancen auf Platz eins eingeräumt.
Jahn unterstrich seine Stellung durch den deutlichen 3:0-Sieg im Pokal über den Bezirksligisten VfL Stenum. Aber auch im Vorjahr gehörte die Truppe von Trainer Matthias Kaiser zu den Titelfavoriten. Damals musste das Team bekanntlich RW Hürriyet den Vortritt lassen. Der SV Tungeln dürfte einer der härtesten Konkurrenten werden, denn mit Marc Bury hat sich die Mannschaft gezielt verstärkt. Ob Wildeshausen den Erwartungen gerecht werden kann, bleibt abzuwarten, denn der Aderlass ist doch beträchtlich. Eher zu beachten sein dürfte der andere Bezirksliga-Absteiger, TSV Ganderkesee, der kaum wichtige Spieler verloren und einige Routiniers gewinnen konnte.
Der Fan darf sich darauf freuen, dass die Spielstärke der Kreisliga zugenommen hat, denn die Spitzenteams sind allesamt in der Lage, sehenswerten und technisch guten Fußball zu spielen.
Nachdem Eintracht Delmenhorst seine Mannschaft zurückgezogen hat, besteht die Kreisliga wieder nur aus 16 Mannschaften. Dies hat zur Folge, dass nur zwei Absteiger gesucht werden. Aufsteiger Ahlhorner SV II gehört vom ersten Spieltag ebenso zu den gefährdeten Mannschaften wie der TV Dötlingen. Aber auch VfL Stenum II, Hicretspor, Berne und Baris sollten von Beginn an darauf achten, dass sie nichts mit dem Abstieg zu tun haben wollen.
Ahlhorner SV II
Nichtabstieg hatten sich die Ahlhorner in der vergangenen Saison in der Leistungsklasse zum Ziel gesetzt. Das schafften sie. Mehr noch, sie marschierten in die Kreisliga durch, die Trainer Holger Senß mit seiner Mannschaft ganz entspannt angehen kann. Wir wissen, dass es eine schwere Spielzeit wird, weiß er um das, was auf seine Truppe zukommt. Er hofft, dass sein Team mit guter Stimmung und mannschaftlicher Geschlossenheit manche Überraschung landen kann. Ein wenig Sorgen bereitet ihm der kleine Kader. Hier hofft er auf die Unterstützung durch die erste Mannschaft, die jedoch auch über eine dünne Personaldecke klagt. Senß weiß aber auch, dass die Welt nicht untergehen wird, wenn das Ziel nicht erreicht werden sollte.
NWZ -Tipp: Der Aufsteiger ist ein heißer Abstiegskandidat.
TV Dötlingen
Mit Kampf, Fleiß und individueller Stärke wollen die Dötlinger versuchen, dem Abstieg zu entrinnen. Das wird eine knüppelharte Saison, weiß auch TVD-Trainer Dirk Kwasny, der versuchte, noch weitere Spieler zum TV zu holen. Das gelang aber nicht oft genug. Zumindest in Sachen Torwart ist der TVD einen Schritt nach vorne gekommmen, denn Uwe Korthe aus Bookhorn ist ein Routinier seines Faches. Jetzt kann Jens Winkel wieder im Mittelfeld agieren. Entschieden werden Spiele aber auch im Angriff. Und da hat die Mannschaft nach dem Weggang von Marcus Metschulat deutliche Probleme.
NWZ -Tipp: Kampf um den Klassenerhalt bis zum Schluss
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