LANDKREIS - Nach der überraschenden Niederlage des Tabellenführers VfR Wardenburg hat RW Hürriyet den ersten Platz in der Fußball-Kreisliga übernommen. Der VfR rutschte hinter Jahn auf den dritten Rang ab. Neues Schlusslicht ist jetzt der TSV Großenkneten, der auch gegen den TV Munderloh (siehe Seite 18) leer ausging.
Jahn Delmenhorst – SV Tungeln 0:0. Ein verdienter Punktgewinn der Gäste, die taktisch diszipliniert spielten und Jahn das Leben schwer machten. Dennoch besaßen die Gastgeber im ersten Abschnitt fünf bis sechs gute Chancen, um die Führung zu erzielen, denen standen zwei der Gäste gegenüber. Auch im zweiten Abschnitt besaßen die Delmenhorster optische Vorteile und auch Chancen, die Partie für sich zu entscheiden. Zu einem Treffer langte es aber auch jetzt nicht.
RW Hürriyet – Delmenhorster BV 7:3. Eine durchwachsene Leistung des Tabellenführers reichte gegen den Delmenhorster BV aus, um dieses Spiel klar zu gewinnen. Mitentscheidend war sicher auch, dass die Gäste ab der 43. Minute (Wessels Gelb/Rot) in Unterzahl spielen mussten. In dieser hektischen Begegnung zeigte Schiedsrichter Heimhardt außerdem acht Gelbe Karten und eine weitere Ampelkarte gegen Hürriyets Güner (90.).
Tore: 1:0/2:0 Sinan (5./23.), 3:0 Kirgicioglu (54.), 4:0 Ahmed (63.), 5:0 Nabil (70.), 5:1 Nordhold (74.), 6:1 Nabil (78.), 7:1 Cengiz (81.), 7:2 Azadzoy (83.), 7:3 Nordhold (89.).
VfR Wardenburg – TV Dötlingen 0:1. Zunächst ließen sich die Wardenburger gegen die defensiv eingestellten Gäste nicht viel einfallen, um torgefährlich zu werden. Da auch bei Dötlingen nach vorne nicht viel lief, war es vor dem Wechsel eher eine unansehnliche Begegnung. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel trafen die Gäste aus dem Gewühl zur Führung und weckten damit die Platzherren auf. Nun spielten diese endlich engagierter und hatten auch Tormöglichkeiten. Die beste hatte Maik Schmidt, dessen Kopfball aber nur die Torlatte traf. Bei weiteren Möglichkeiten zeigte sich TVD-Schlussmann Carsten Niester auf dem Posten. Letztlich lief dem VfR die Zeit davon um die Niederlage zu verhindern. Außerdem sah Patrick Moed (VfR) in der 89. Minute die Ampelkarte.
Tor: 0:1 Metschulat (46.).
Baris Delmenhorst – SV Hicretspor 2:1. Klarer als es das Ergebnis ausdrückt war die Überlegenheit der Gastgeber, die nur einen kleinen Teil ihrer Möglichkeiten ausnutzten. Es war ein hektisches Derby, in dem Hicretspors Yasim (75.) wegen einer Notbremse die Rote Karte sah. Danach wurde die Überlegenheit von Baris noch deutlicher. Der Siegtreffer ließ aber dennoch bis kurz vor Schluss auf sich warten.
Tore: 1:0 Lado (3.), 1:1 Kasim (62./ET), 2:1 Emin (88.).
Eintracht Delmenhorst – Tur Abdin 2:6. Individuelle Fehler seitens der Eintrachtler führten zu den ersten Gegentoren. Häufige Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung brachten die Gäste schon früh auf die Siegerstraße. Allerdings hatten auch die Gastgeber gute Möglichkeiten. „Was meine Stürmer heute versiebt haben, geht auf keine Kuhhaut“, meinte Coach Dirk Dohrmann, der schier verzweifelte. Allerdings wollte er seinem Team zu Gute halten, dass er es verletzungsbedingt umstellen musste.
Tore: 0:1/0:2/0:3/0:4 Yousef (12./17./38./65.), 0:5 Uyar (70.), 1:5 Slim (75.), 1:6 Celik (83.), 2:6 Preier (88.).
SVG Berne – Delmenhorster TB 0:2. Erneut scheiterten die Platzherren an ihrer mangelnden Routine. Über eine Stunde dominierten sie die Partie – ohne daraus allerdings Kapital zu schlagen. Einen Treffer erzielten sie zwar, doch dieser wurde nach Aussage von Bernes Coach Uwe Neese aus für ihn unerfindlichen Gründen nicht gegeben. Als auch noch Bernes Stürmer Praekel verletzt ausscheiden musste, riss DTB das Spiel an sich und machte die entsprechenden Tore.
Tore: 0:1 Hinze (70.), 0:2 Steinke (83.).
FC Hude – Vfl Stenum II 2:1. Mit einem Freistoßtreffer aus unmöglichem Winkel, bei dem Stenums Keeper allerdings nicht gut aussah, entschied Mario Klostermann die Partie für seine Mannschaft. Hudes Trainer Peter Böschen stufte den Sieg als etwas glücklich ein. Er musste mit ansehen, wie die engagierten Gäste nach ihrem Führungstreffer weiter auf die Entscheidung drängten und kurz vor dem zweiten Treffer standen. Da dieser nicht gelang und sein Team kurz vor dem Seitenwechsel ausglich, wurde er zusehends ruhiger. Nach der Pause hatten beide Mannschaften weiterhin Tormöglichkeiten, wobei das Chancenplus bei den Platzherren lag. Lange Zeit taten sich die Akteure schwer, bis sich Klostermann ein Herz fasste und traf.
Tore: 0:1 Erhorn (20.), 1:1 Griebenow (40.), 2:1 Klostermann (54.).
