LANDKREIS - Packende Duelle lieferten sich die Teams im Viertelfinale des Fußball-Kreispokals. Die größte Überraschung gelang dem SV Achternmeer, der den klassenhöheren FC Hude 2:1 schlug. Das spannendste Spiel sahen die Zuschauer in Ganderkesee, wo der TSV den TV Munderloh erst im Elfmeterschießen 7:6 besiegte.

TSV Ganderkesee – TV Munderloh 7:6 n. E. (3:3). In einem echten Pokalkrimi lag der heimische TSV bereits 0:2 und 2:3 hinten, kam zurück und schaffte noch den Einzug ins Halbfinale. Im Elfmeterschießen war Munderloh bereits zu Beginn zweimal gescheitert. Sascha Pfeifers Treffer brachte schließlich die Entscheidung. In der regulären Spielzeit hatte es bereits nach einer halben Stunde 0:2 für die Gäste gestanden. Nachdem Ralf Buss der hochverdiente Ausgleich gelungen war (75.), musste der TSV nur eine Minute später den erneuten Rückstand durch Patrick Seeger verkraften. Doch wieder schlug die Elf von Matthias Trätmar in Person von Stefan Schüttel (83.) zurück und verdiente sich das Remis.

Tore (reguläre Spielzeit): 0:1 Hoffmann (16.), 0:2 Kuntze, 1:2 Meyer (39./FE), 2:2 Buss (75.), 2:3 Seeger (76.), 3:3 Schüttel (83.)

SF Wüsting – GW Kleinenkneten 2:0. In einem mäßigen Pokalspiel zweier auf Augenhöhe spielender Leistungsligisten setzte sich durch späte Treffer von Jens Hallerstede (82.) und Moritz Tschörtner (85.) der Gastgeber durch. „Der Sieg war glücklich, aber verdient“, sagte SF-Coach Burkhard Heinemann, der nur mit dem Ergebnis, nicht aber mit dem Spiel seiner Mannen zufrieden sein konnte. Denn in Hälfte eins zeigte sich der Gast spielbestimmend, versäumte es aber, in Führung zu gehen. Als in Durchgang zwei bei GW die Kräfte nachließen, konnte Wüsting noch zulegen und „glücklicherweise das Elfmeterschießen verhindern“, so Heinemann erleichtert.

Tore: 1:0 Hallerstede (82.), 2:0 Tschörtner (85.)

SV Achternmeer – FC Hude 2:1. „Achternmeer wusste, um was es heute ging und hat mehr investiert", meinte ein enttäuschter Huder Trainer Peter Böschen. Sein Gegenüber, Achternmeers Spielertrainer Andre Haake, sprach von einer „geschlossenen Mannschaftsleistung in einem tollen Pokalfight“. Er selbst war in seiner über sich hinaus wachsenden Mannschaft Dreh- und Angelpunkt und avancierte zum besten Spieler auf dem Platz.

Während er den ersten Treffer selbst markierte, bereitete er den Siegtreffer vor. Ein Klassenunterschied war von Beginn an nicht zu erkennen. Schon früh ließen sich die Spieler des Kreisligisten den Schneid abkaufen. Hudes Ausgleichstreffer resultierte aus einer Unsicherheit von SV-Keeper Max Heinen, die Winkler ausnutzte. Der Knackpunkt des Spieles war ein von Klostermann nicht verwandelter Foulelfmeter (49.). Dieser machte die Platzherren und insbesondere Torhüter Heinen stark, der nicht mehr zu bezwingen war. Als dann die Einheimischen Mitte der zweiten Halbzeit in Führung gingen, machten sie in der Folge nicht den Fehler, diesen Vorsprung nur zu verwalten.

Tore: 1:0 Haake (9.), 1:1 Winkler (31.), 2:1 Maaser (65.)