LANDKREIS - Die Stadt Oberhausen im Ruhrgebiet wird zwei Hudern in bester Erinnerung bleiben: Felix Lingenau und Immanuel Mieschendahl vom TV Hude spielten sich am Wochenende bei den deutschen Tischtennis-Meisterschaften der Verbandsklassen bis ins Doppel-Finale vor und verpassten den nationalen Titel nur um Haaresbreite. Damit nicht genug, denn Lingenau wurde im Einzel obendrein Dritter. Mit zwei Medaillen für den TVH bei der höchsten Tischtennis-Veranstaltung auf Verbandsebene war im Vorfeld kaum zu rechnen gewesen. Sechs Aktive aus dem Landkreis waren bei der sechsten DM-Auflage vertreten.

Es fehlte nicht viel für den ganz großen Wurf. Mit 2:1 Sätzen lagen Lingenau und Mieschendahl im Finale gegen Hai Khanh Nguyen und Sven Happek aus Baden-Württemberg in Führung. Im vierten Abschnitt hatten die Huder den Triumph beim 10:10 schon dicht vor Augen, doch die Gegenüber hatten in der Verlängerung mit 12:10 die Nase vorn und sicherten sich auch den fünften Durchgang mit 11:7. Mit drei Siegen war das TVH-Gespann ins Endspiel eingezogen. Lingenau und Mieschendahl profitierten im Verlauf des Wettbewerbs nachhaltig davon, dass sie auch in der Verbandsliga gemeinsam agieren und somit im Gegensatz zu den anderen Doppeln eingespielt sind.

Der 31-jährige Lingenau war in der Sporthalle der Gesamtschule Osterfeld im Dauereinsatz. Neben den vier Doppel-Begegnungen stand er am Sonntag außerdem noch dreimal im Einzel am Tisch. Nach Erfolgen gegen den Thüringer Sebastian Carl (SV Sömmerda) und Giovanni Scalia vom westfälischen Landesligisten TV Neunkirchen war der Huder im Halbfinale angekommen. Doch dort stellte sich ihm mit Manuel Winter (ASV Grünwettersbach) eine zu hohe Hürde in den Weg. Lingenau unterlag gegen das baden-württembergische Nachwuchstalent mit 2:3-Sätzen und landete damit auf Platz drei. Sein Doppelpartner Mieschendahl war zuvor im Achtelfinale in vier Sätzen an Dennis Stadie (MTG Horst Essen) gescheitert. Der ebenfalls für Hude spielende Malte Plache schied mit einem Sieg aus drei Spielen in der Gruppe aus.

Nicht nur der TV Hude schickte eine Abordnung nach Oberhausen, sondern auch der Hundsmühler TV. Bei den Damen A gingen Danica Tauber und Stephanie Enneking ins Rennen, und Manuel Kerber mischte bei den Herren B mit. Die beiden Frauen hatten im Einzel nichts zu bestellen, dafür trumpften sie gemeinsam im Doppel auf. Nach einem Erfolg in Runde eins durften sich die HTV-Frauen über den Sprung ins Viertelfinale freuen. Dort hatten sie gegen Carina Schneider und Grit Skibinski (Hessen/Thüringen) etwas Pech und verloren in fünf Sätzen.

Manuel Kerber startete bei den Herren B und war im Einzel nicht vom Glück verfolgt. In seiner Fünfer-Gruppe wurde er mit 2:2 Spielen undankbarer Dritter und kam nicht weiter in die Hauptrunde.