Urneburg - Stehende Ovationen gab es am Freitagabend im Schützenhaus Urneburg, und das gleich zweimal. 74 Mitglieder des Schützenvereins plus Gäste erhoben sich, um mit anhaltendem Beifall einem Mann zu danken, der den Verein 30 Jahre lang geführt hatte – und um seinen Nachfolger zu begrüßen. Der Job habe ihm Spaß gemacht, sagte der scheidende Vorsitzende Herbert Biese. Nachfolger André Westermann deutete an, dass er in ganz schön große Fußstapfen trete.

Eine „schöne Geschichte“ seien die 30 Jahre für ihn gewesen, blickte Biese zurück. Den Dank der Mitglieder gab er zurück: Einen Verein voranzubringen, das sei nicht das Werk eines Einzelnen, das funktioniere nur in der Gemeinschaft. Er habe das Glück gehabt, in einer Zeit gewählt zu werden, in der sich das Schützenwesen im Aufwind befand. Sein Nachfolger habe es da schwerer. Entschieden appellierte Biese, das gemeinsame Hobby mit Spaß anzugehen, sich nicht zu sehr auf negative Begleiterscheinungen zu fixieren.

Der Schützenverein dankte Biese mit einem Präsent – und mit zwei Titeln: Künftig ist er Ehrenvorsitzender und Hauptmann.

André Westermann warnte vor zu großen Erwartungen, was seinen Einsatz angeht. „Der 1. Vorsitzende muss auch mal am Donnerstag fehlen dürfen.“ Wenn Probleme auftauchen, solle man sich an ihn wenden. „Wir kriegen das hin.“

Oberschießmeister Hergen Westermann und Linda Schubert, Leiterin der Damenabteilung, übernahmen es, die Mitglieder mit den besten Jahresleistungen beim Monatsschießen auszuzeichnen. Dies waren: Bernfried Bücking, Udo Lübsen (Herren), Heinrich Petershagen, Hans-Hermann Baars, Herbert Tönjes (Altersschützen), Jan-Eike Lübsen (Jugend), Melanie Tönjes-Pleus, Heidrun Lübsen (Damen) sowie Linda Schubert (Altersklasse, Freihand und Auflage). Die besten Gesamtleistungen erzielten Udo Lübsen und Melanie Tönjes-Pleus.