LASTRUP - Grünes Licht statt Roter Karte: Die Unparteiischen des Landkreises Cloppenburg haben am Sonntag den Weg für eine weitere Amtszeit des amtierenden Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses frei gemacht. Einstimmig votierten sie auf dem Kreisschiedsrichtertag in der Sportschule Lastrup dafür, das Team um Obmann Norbert Sieverding beim NFV-Kreistag am 21. Juli zu bestätigen. Die Fußball-Schiedsrichter bauen nicht nur auf den Vorsitzenden Sieverding, sondern auch auf Carl-Heinz Lügan (Schriftführer, Koordinator Jugendbereich), Josef Laudenbach (Ansetzer Herrenbereich und B- und C-Juniorinnen) sowie Ludger Siemer (Lehrwart).

In seinem Jahresbericht hatte Sieverding zuvor die abgenommene Bereitschaft der Vereine, neue Schiedsrichter zu gewinnen, kritisiert. Während es im Jahr 2006 noch 305 aktive Schiedsrichter im Kreis gegeben habe, seien es jetzt nur noch 275. „Uns fehlen an einem kompletten Spieltag 80 Schiedsrichter“, sagte Sieverding. „Schließlich spielt die Hälfte unserer Unparteiischen selbst in der A- oder B-Jugend Fußball.“ Und die etwa 50 Schiedsrichter-Anwärter, die in der Regel neu hinzukämen, seien im Alter von 14 bis 15 Jahren und so nur im D-Jugendbereich einsetzbar.

Die Probleme mit fehlenden Schiedsrichtern sieht Sieverding allerdings auch als zum Teil hausgemacht an. „Kein Verständnis“, habe er für erfahrene Schiedsrichter, die ausschließlich im D-Jugendbereich pfeifen wollen. Außerdem kritisierte er die Schiedsrichter, „die zu Spielen einfach nicht antreten. Bei mehrfacher Wiederholung werden diese Schiedsrichter gestrichen.“

Weiter rief Sieverding die Unparteiischen auf, sich noch zu verbessern. „Die Ansprüche an Schiedsrichter werden immer größer.“ So müssten etwa die Spielberichte, „die Visitenkarten der Schiedsrichter“, schneller auf den Weg gebracht werden. Sieverding stellte aber auch klar, dass von den Trainern und Betreuern mehr verlangt werden müsse – besonders in puncto Fairness. „Es darf nicht so weit kommen, dass es für 14-Jährige zur Mutprobe wird, zu einem D-Jugend-Spiel zu fahren.“

Neben verbalen Ausfällen am Spielfeldrand war aber auch die körperliche Gewalt im Fußball ein Thema. Der Schiedsrichter-Ausschuss-Vorsitzende des Bezirks Weser-Ems, Georg Winter, beklagte: „Es kann doch nicht sein, dass es für Schiedsrichter in erster Linie darum geht, gesund zurückzukommen.“

Winter hatte aber auch erfreuliches zu berichten. Etwa, dass die Schiedsrichter im Bezirk Weser-Ems eines der erfolgreichsten Jahre überhaupt hinter sich hätten. Dazu habe auch Frank Willlenborg, der neue 2. Bundesliga-Unparteiische des Bezirks, viel beigetragen. Der inzwischen in Osnabrück lebende Schiedsrichter aus dem Kreis Cloppenburg bekam wie auch der Kreisschiedsrichter-Ausschuss viel Lob vom Vorsitzenden des NFV Kreises Cloppenburg, Werner Busse. Der zeichnete Willenborg mit der Ehrennadel des NFV aus und wünschte sich, Willenborg schon bald in der 1. Bundesliga zu sehen.

Die Kadereinteilung der Unparteiischen: A-Kader (DFB und Verbandsebene): Frank Willenborg, Malte Preut. B-Kader (Bezirksoberliga): Imke Meinerling, Dominik Möller. C-Kader (Bezirksliga): Felix Möller, Philipp Berger.