LASTRUP - Zuschauer, Funktionäre und Teilnehmer waren sich einig: „Die Lastruper Six Days waren Werbung für den Pferdesport in der Region“: Gilbert Böckmann und Mario Stevens, die das Springturnier, das am Sonntag zu Ende ging, in Kooperation mit dem RFV Lastrup organisiert hatten, zogen ebenfalls ein positives Fazit. „Wir hatten ideale Bedingungen. Das Starterfeld war genial. Insbesondere am Wochenende hatten wir eine sagenhafte Kulisse“, brachte es Springreiter Böckmann auf den Punkt.
„Viele der Topreiter haben bereits ihr Kommen für das kommende Jahr angekündigt“, sagte Stevens. Höhepunkt war am Sonntagnachmittag der Große Preis, der in einer Springprüfung der Klasse S mit Stechen vor mehr als 1000 Zuschauern ausgeritten worden war. Hier setzte sich der ehemalige Olympiasieger Jeroen Dubbeldam aus den Niederlanden durch. Fehlerfrei in 36,21 Sekunden war gegen den sympathischen Springreiter im Sattel seines Pferdes Chamberlain kein Kraut gewachsen (die NWZ berichtete).
Dabei war die Konkurrenz groß: Auch der Olympia-Silbermedaillengewinner Rolf-Göran Bengtsson war an den Start gegangen. Deutsche Topreiter wie Thomas Voss (Schülp), Jörg Kreutzmann (Steinburg) und Holger Wenz (Landshut) fühlten sich in Lastrup ebenso wohl wie der Niederländer Marc Houtzager oder der Engländer Guy Goosen.
Aber auch die hiesigen Reiter brauchten sich nicht verstecken. Immerhin schafften vier Akteure des RFV Lastrup den Sprung in die Platzierung. Bester Lokalmatador war Gilbert Böckmann. Mit No Fathers Girl sicherte er sich den sechsten Platz. Philipp Lever wurde 15., Jens Dummeyer 17. und Sebastian Elias belegte Rang 18.
Zuvor hatte Mario Stevens für zahlreiche Siege gesorgt. Der Vierte der Deutschen Meisterschaft des Jahres 2008 startete erstklassig in die grüne Saison. Schon an den ersten Turniertagen hatte er sich vordere Plätze und Siege gesichert.
Höhepunkt war sein Auftritt mit Corlanda in einer speziellen Springprüfung für junge Pferde. Schon im Umlauf war die Klasse des Paares zu erkennen. Die Stute spielte nur so mit den Höhen. Im Stechen trat Stevens dann aufs Gaspedal und gewann ohne Fehler in 31,54 Sekunden.
Zurück in heimischen Gefilden ist unterdessen Tobias Meyer. Nach Zwischenstationen in Berlin und Augsburg agiert er wieder für das Gestüt Sprehe. Dort kümmert sich der amtierende Deutsche U21-Meister um die Ausbildung der Zuchthengste. In der Turnierszene möchte er schnell wieder international Fuß fassen.
Für Gilbert Böckmann und Mario Stevens gibt es derweil keine Pause. Sie starten am Wochenende beim internationalen Springturnier in Hagen. Überdies planen sie für den Herbst ein Dressurturnier in Lastrup. Dann sollen zahlreiche Aufbauprüfungen für junge Pferde und Wettbewerbe der Klasse S angeboten werden.
