Nordenham/New York - Den Traum vieler Marathonläufer hat sich der 53 Jahre alte Nordenhamer Helge Schweers mit dem Zieleinlauf beim New York-Marathon erfüllt. Zum Saisonabschluss absolvierte er die klassische Distanz durch die fünf New Yorker Stadtteile in 3:20:54.
Bei sehr guten äußeren Bedingungen, Sonnenschein 14 Grad und leichtem Wind fiel der Startschuss für Helge Schweers um 9.50 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war der Nordenhamer bereits gut sechs Stunden auf den Beinen.
Die Anreise mit U-Bahn, Bus und mehrfache Sicherheitskontrollen stellten einige Herausforderungen an den Läufer. Mit der Freigabe des Starterfeldes waren aber alle Mühen vergessen.
Der 40. New York-Marathon, der in Staten Island begann, führte die Läufer durch die Stadtteile Brooklyn, Queens und Bronx. Das große Finish fand dann im Central Park von Manhattan statt.
Unmittelbar nach dem Start ging es bei herrlichstem Sonnenschein über die Verrazano Brücke mit einem traumhaften Blick auf die Skyline von Manhattan. Helge Schweers hatte das Glück, in der ersten von vier Wellen starten zu dürfen und fand somit recht schnell gute Laufbedingungen und seinen eigenen Lauf-Rhythmus.
Die erste Hälfte des Marathons absolvierte er in 1:34:03. „Damit war ich im geplanten Zeitplan. Leider musste ich den fünf Brücken und dem insgesamt sehr welligen Streckenprofil in der zweiten Streckenhälfte etwas Tribut zahlen. Auf den letzten vier Kilometern der Strecke deuteten sich wiederholt Krämpfe in den Oberschenkeln an, so dass ich zur Sicherheit etwas Tempo rausnehmen musste“, berichtet Helge Schweers.
Mit dem Gesamtplatz 2 874 von 51 388 Läufern im Ziel ist der Läufer aus Nordenham aber sehr zufrieden. In der Altersklasse 50 reichte es zum 199. Platz.
„Sehr beeindruckend waren die dichten Zuschauermengen. Die Strecke führt in großen Teilen durch Wohngebiete und die Veranstaltung wird von den Anwohnern für tolle Straßenfeste genutzt“, berichtet der Nordenhamer. „Bis auf die Brückenbereiche, die zur Sicherheit gesperrt sind, wird man so auf 42 Kilometern immer wieder auch von wildfremden Menschen angefeuert. Zweimal habe ich während des Laufes meine Frau Birthe getroffen, das hat mich nochmals motiviert.“
