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NWZonline.de Sport

Lautstark und appetitlich

11.08.2007

Faustball verbindet. Ein toller Beleg dafür ist das internationale Zeltlager in Moslesfehn. Uwe Gottschalk, Stenumer Faustballspieler und Bezirksfachwart, betreute die 85 Mädchen und Jungen, unter anderem aus Italien, Schweiz und Tschechien. Natürlich waren die jungen Faustball-Enthusiasten bei den WM-Spielen dabei, aber ihnen wurde auch ein attraktives Rahmenprogramm geboten, bis hin zur Katamaranfahrt. Am Freitag allerdings war es längst nicht nach dem Geschmack von allen, wie der Betreuer verriet. „Die wollten morgens ja gar nicht mehr ins Bremer Weserstadion“, erzählte Gottschalk, als die Gruppe im Krandelstadion eintraf. Der Bezirksfachwart, zuvor in Oldenburg, Stade und Braunschweig gewesen, über den Tag in der WM-Arena Wildeshausen: „Das toppt hier alles.“

Die roten T-Shirts mit dem WM-Emblem: Sie waren überall im Krandel zu sehen, denn die Helfer waren überall, um die Teams und die Zuschauer zu verwöhnen. Mittendrin einer, der den direkten Vergleich zur WM 2003 in Brasilien ziehen konnte: Lutz Meyer. Der frühere Nationalspieler vom TV Brettorf, vor vier Jahren aktiv in den Reihen des WM-Dritten Deutschland, war natürlich unter den Helfern: Zusammen mit Lars Behm drehte er die leckeren Bratwürste am Grill. Ein eingespieltes Team: Schon auf dem grünen Rasen agierten sie früher als Zuspieler und Schlagmann gemeinsam. „Hier ist eine Stimmung wie beim Finale in Porto Alegre. Nur waren da die Stimmen lauter, hier sind es die Tröten“, so Meyer.

Schon früh hatte sich Polizist Karl-Heinz Steuer für den Dienst in der WM-Arena eingeteilt. Trotz der Autokarawanen rund um das Stadion ein Lob vom Experten: „Sehr diszipliniert, keine Beanstandungen.“ Kollege Rolf Quickert, selbst bekennender Handballer, hat das Krandelstadion noch nie so voll gesehen. „Aber wir hatten ja auch noch keine Weltmeisterschaft“, so Quickert. Er berichtete von einigen bisher faustball-unkundigen Wildeshausern, die sich beeindruckt gezeigt hätten, wie interessant und spannend doch dieser Sport sein könne.

So stellt sich der Mitteleuropäer den Asiaten – speziell den Japaner – vor: Was immer er im Ausland tut, es muss fotografisch oder videomäßig festgehalten werden. So geschehen auch bei der WM am Freitag. Natürlich waren auch ihre Autogramme bei den Nachwuchsfaustballern begehrt. Und gerne kamen auch die Asiaten dieser Pflicht nach. Allerdings nicht ohne vorher irgendjemanden die eigene Kamera in die Hand gedrückt zu haben, um das Interesse an seiner Person zu dokumentieren. Eben ganz asiatisch.

Holger Laser ist ein Profi. Nein, ausnahmsweise kein Faustballer. Holger Laser ist ein Profi in Sachen Fananimation. Dass er das kann, bewies der 36-Jährige nachhaltig. Redegewandt überbrückte er Pausen, brachte mit flotten Sprüchen die Zuschauer dazu, auf den Tribünen aktiv zu werden. Dabei bot er selbst vollen Körpereinsatz, so dass sein Shirt schweißnass war. „Saumäßig gut“, bezeichnete er die Stimmung bei der WM in Wildeshausen. Er muss es einschätzen können, schließlich brachte er in der vergangenen Saison als Stadionsprecher des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart die Fans im Gottlieb-Daimler-Stadion in Wallung. Am Freitag war er allerdings an seinem Limit angekommen. Nachdem er in Braunschweig immer lauter als die Musik sprechen musste, wollte seine Stimme nicht mehr so richtig. Passen wollte Laser aber nicht. Am Ende des Tages belohnten die Faustballer das Engagement des

Stadionsprechers. Sie beendeten ihre Spiele pünktlich. So konnte der eingefleischte VfB-Fan, der demnächst die Internetpräsenz von VfB-TV betreut, pünktlich zum Anpfiff des VfB-Spiels gegen Schalke vor dem Fernseher sitzen.

Beste Plätze bei gutem Wetter und Rundum-Verpflegung: Darüber konnten sich Anja und Frank Bruns aus Neerstedt sowie Boris Bruns (Sandhatten) und Jan-Peter Steffens aus Sandkrug freuen. Sie kamen in den Besitz der vier VIP-Karten, die der Salon Sérafine aus Großenkneten in Zusammenarbeit mit der NWZ verloste. Der Zuspruch im Dachgeschoss im VfL-Vereinsheim war groß: Mehr als 70 VIPs hatten schon nachmittags gespeist. Neben leckeren Vorspeisen konnten sie sich an Schweinefilet in Steaksauce oder Hähnchenfilet in Curry erfreuen. Aber auch die Fans, die nicht in den VIP-Bereich durften, brauchten nicht zu hungern: Würste, Steaks, Pommes und jede Menge selbst gebackener Kuchen verhinderten, dass auch nur einer zu hungern brauchte.

Dass die Lautstärke im Stadion am Krandel teilweise zu einem Orkan anschwoll, lag nicht nur an dem Auftreten der deutschen Faustballer. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch Regina Bührmann, Angestellte der Wildeshauser Filiale der Landessparkasse zu Oldenburg. Sie verteilte an dem Weltmeisterschaftsspieltag in Wildeshausen 1000 Teleskoptröten, die ihr geradezu aus den Händen gerissen wurden. Da auch eine Unmenge von Rasseln auf den Rängen zu hören waren, war klar, dass der Lärm aus dem Stadion selbst noch am Rande der Innenstadt durchaus zu vernehmen war.

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