Oldenburg - Von den Verantwortlichen der Baskets Akademie/OTB wird immer wieder die Entwicklung der eigenen Spieler als Ziel und Erfolgsrezept der Jugendarbeit gepriesen. Die U-19-Junioren der Oldenburger, die in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) antreten, haben in Jan Niklas Wimberg und Lucien Schmikale gleich zwei aktuelle Junioren-Nationalspieler in ihren Reihen und konnten zuletzt erstmals das NBBL-Viertelfinale erreichen, wo sie am Sonntag (15 Uhr) auf Alba Berlin treffen.
Im Schatten der Galionsfiguren haben sich andere Talente inzwischen zu Leistungsträgern entwickelt. In Keno Pape und Robert Drijencic haben zwei Spieler großen Anteil am Erfolg, die teilweise unter dem Radar fliegen.
Robert, Sohn von ProB-Coach Mladen Drijencic, kam im Jahr 2010 mit seiner Familie nach Oldenburg, als sein Vater den Trainerjob bei der Baskets Akademie annahm. Die Umgewöhnung fiel ihm nicht schwer. „Durch den Basketball konnte ich schnell neue Freunde gewinnen. Außerdem hatte ich gegen einige aus dem Team schon gespielt, kannte also bereits meine Mitspieler“, sagt Drijencic. Sein erstes Jahr in der NBBL verbrachte der 17-Jährige größtenteils auf der Bank – in dieser Saison unter Trainer Christian Held ist er zum Starter auf der Point-Guard-Position herangewachsen und überzeugt mit 10,7 Punkten und 2,2 Assists pro Spiel. „Die Trainer geben mir das Vertrauen. Durch das Training mit dem ProB-Team habe ich viel gelernt“, erklärt Drijencic.
Genau wie Drijencic war Pape schon im dominant gewonnenen Playoff-Achtelfinale gegen Köln und in der regulären Saison zuvor ein wichtiger Faktor für die Oldenburger Erfolge. Der 18-jährige Small Forward ist mit 12,0 Punkten pro Spiel Topscorer des NBBL-Teams – noch vor Wimberg und Schmikale. „Die Arbeit, die ich in den vergangenen Jahren in den Basketball gesteckt habe, zahlt sich aus“, meint Pape. Dadurch, dass wichtige Spieler zwischenzeitlich gefehlt hätten, habe er Verantwortung übernehmen müssen: „Das Selbstvertrauen konnte ich mitnehmen und merke, dass meine Mitspieler mir vertrauen.“
Der Achtelfinal-Erfolg gegen Köln sei „der erste Schritt“ gewesen, sagt Drijencic: „Unser erstes Ziel ist erfüllt, nun soll es weitergehen.“ So sieht es auch Pape: „Es wird sehr schwer gegen Alba, aber wir wollen unter die besten vier Mannschaften in Deutschland kommen.“ Und die guten Vorzeichen häufen sich: Die Oldenburger konnten Alba als einziges Team in dieser Saison bezwingen – nach zweimaliger Verlängerung mit 89:86. Dazu kommt, dass alle Spieler heiß auf das Duell sind. Am Mittwoch hatten die Trainer ein morgendliches Wurftraining angesetzt. Die Teilnahme war freiwillig – trotzdem standen alle Spieler auf der Matte, um sich weiter zu verbessern.
