LEMWERDER - „Die Freiheit von Meer, Wind und Natur genießen, alleine mit den Naturgewalten. Das Segeln, speziell auf dem Meer, ist eine große Herausforderung“, beschreibt Werner Deharde, 1. Vorsitzender des Lemwerderaner Weser-Yacht Clubs die Faszination des Segelsports.
Der 60-Jährige verbringt dieser Tage viel Zeit auf dem Clubgelände an der Flughafenstraße: „Eigentlich laufen die Vorbereitungen schon seit Wochen, der Sport ist sehr zeitintensiv.“
Und in der Tat, viele der Hobby-Skipper bevölkern zur Zeit den Yachthafen. Das Streichen und Polieren der Boote sowie verschiedene Reparaturen stehen an.
Einige der Bootsbesitzer sind da schon weiter. Peter Plotzke will heute sein Segelboot, die „Pepper“ slippen. Zur Hilfe kommen ihm Reinhold Schwander und Erich Prößler. Der Mann im grünen Overall ist eigentlich Rechnungsführer im Verein. „Momentan helfe ich aber überall, wo Arbeit anfällt. Mit Hilfe eines Traktors bringt Prößler die “Pepper in Stellung“. Die letzten Meter bis in die Fluten wird das Schiff mit einer Seilwinde die abschüssige Rampe hinabgelassen.
„Eigentlich wären zu dieser Zeit schon mehr Boote im Wasser. Allerdings sind die Arbeiten an der neuen Spundwand im Hafenbecken noch nicht abgeschlossen“, ärgert sich Werner Deharde.
Schon im Her-bst seien vom Verein neue Fingerstege angelegt worden. Deharde: „Die Dalben vorher waren nicht mehr zeitgemäß.“ Auch das Hafenbecken habe man auf Tiefe gebracht.
Die Mitglieder des Wassersportvereins Motzen starten jetzt in die Saison. Im Nebenhafen im Schatten der Fassmer-Werft liegen bereits einige Motorboote vor Anker. Die meisten Schiffe der Vereinsmitglieder werden erst am 30. April geslippt. Dann soll es im Haupthafen auch ein großes Ansegeln geben.
„Eigentlich sind sich Segler und Motorboot-Skipper ja nicht immer ganz grün, bei und klappt das aber gut. Alle helfen sich gegenseitig“, betont Margot Raszpir, Pressewartin im Verein, den guten Zusammenhalt im Verein.
„Drei Tage habe ich das Boot an Land poliert, den Motor inspiziert. Dieses Jahr haben wir einige Tagestouren entlang der Oberweser geplant“, freut sich Aaron Raszpir, dass die Saison los geht.
Gemein ist beiden Vereinen das Nachwuchsproblem. Dabei braucht man nicht viel Geld oder ein eigenes Boot zum Mitmachen. Beide Vereine verfügen über verschiedene Jollen, die Anfänger und Fortgeschrittenen nutzen können. „Es ist schade, denn es ist ein faszinierender Sport“, meint Werner Deharde. Künftig wolle man sich verstärkt um den Nachwuchs bemühen. Beide Vereine planen Veranstaltungen zur Anwerbung von Nachwuchs.
