LEMWERDER - LEMWERDER - Weit weg von ihrer Heimat genießen Anke Prieß und Martin Birkhoff die Sonne. Über die jüngsten Abenteuer auf dem Weg von den Kapverden nach Südamerika informierten sie jetzt per E-Mail. Die beiden sind seit Juli vergangenen Jahres unterwegs und wollen in drei bis vier Jahren mit der „Just do it“ die Welt umsegelt haben (die NWZ berichtete).
Beeindruckt sind die Segler von den Kapverden, besonders von Fogo, einem großen Vulkan, der sich ohne Umland als Kegel aus dem Meer erhebt. Auf der Fahrt in Richtung Äquator gibt es erstmal Essen aus der Dose, denn der Crew reißt erst der Köder ab, dann die Sehne der Angel und mit dem erhofften Fischessen wird es nichts. Obendrein rauscht noch ein Fall aus, das Martin Birkhoff bei bewegter See klarieren muss. Kurze Phasen der Windstille werden für die zweiköpfige Crew zeitweise zur Geduldprobe.
Am 22. Februar ist es so weit: Die „Just do it“ überquert den Äquator bei 30 Grad, neun Minuten West. Die Crew feiert das Ereignis mit einem Glas Sekt. Blauer Himmel wechselt mit Schauerböen, die Nächte sind klar. Nun ist den beiden Abenteurern auch das Anglerglück hold und ein 1,40 Meter langer Wahoo kommt auf die Back. „Wohin mit dem vielen Fleisch?“, fragen sich die erfolgsverwöhnten Segler.
Bald erreicht die „Just do it“ Fernando de Noronha, eine Brasilien vorgelagerte Insel. Die Segler verleben dort zehn erholsame Tage. Bei gutem Wind geht es weiter in Richtung Salvador de Bahia. „Die nächsten sechs Tage bringen zum ersten mal auf der Reise perfektes Segeln ohne irgend einen Makel“, heißt es im Tagebuch. Bald schon werden die Segler Brasilien kennen lernen.
