Brettorf/Lemwerder - Die beiden Partien des vierten Spieltags der 2. Bundesliga Nord haben die Leistungsstärke der Faustballerinnen des Lemwerder TV exakt widergespielt. Die Mannschaft des Trainerduos Patrick Bartelt/Arthur Dick gewann am Wochenende in Brettorf das erste Spiel gegen Kellerkind TG 1881 Düsseldorf mit 3:0, verlor aber das zweite Spiel gegen den aufstiegsambitionierten Gastgeber TV GH Brettorf mit 0:3. Mit 8:8 Punkten ist der LTV Fünfter.
Coach Patrick Bartelt war mit der Ausbeute alles in allem zufrieden. Gleichwohl ist er der Meinung, dass seine Mannschaft beim Rückrundenauftakt am kommenden Wochenende in Wardenburg zulegen müsse. „Im Training werden wir wieder an der Absprache arbeiten“, kündigte Bartelt an.
TG 1881 Düsseldorf - Lemwerder TV 0:3 (5:11, 9:11, 8:11). Bartelt schickte zunächst Anika Langpaap (Rückschlag), Stephanie Suhren (Angabe), Darja Seemann (Zuspiel) sowie die Abwehrspielerinnen Janika Seemann und Ann-Cathrin Preuß aufs Feld. Das Spiel der Düsseldorferinnen war berechenbar. „Die Düsseldorfer Angreiferin hat in allen drei Sätzen zu 90 Prozent lange Bälle geschlagen.“ Die landeten zumeist hinten links – hinter Anika Langpaap.
Und weil die Abwehr stand und das Zuspiel auch aus größerer Entfernung sauber war, hatten die Lemwerderanerinnen keine Probleme, zumal die Düsseldorfer Abwehr nicht ihren besten Tag erwischt hatte. „Angabe und Rückschlag hätten ein wenig präziser sein können“, sagte Bartelt und bemängelte zudem die verbesserungswürdige Absprache. Letztlich habe seine Mannschaft einen sicheren Sieg eingefahren – Glanz habe sie mit ihrem Spiel indes nicht verbreitet.
TV GH Brettorf - Lemwerder TV 3:0 (11:8, 11:5, 11:8). Bartelt änderte seine Anfangsformation im Vergleich zum ersten Spiel auf einer Position. Vivien Bluhm ersetzte Janika Seemann in der Abwehr. Und im ersten Satz hielten die Gäste noch mit. Bartelt sah die Teams auf Augenhöhe. „Die Mannschaften haben sich nichts geschenkt.“
Die Brettorferinnen überzeugten mit einem variantenreichen Spiel und profitierten letztlich davon, dass Lemwerder Probleme hatte, die diagonalen Bälle abzuwehren. Brettorf sicherte sich Satz eins.
Bartelt reagierte. Er nahm Ann-Cathrin Preuß aus der Partie und stellte Janika Seemann in die Abwehr. Defensiv war fortan alles in Ordnung, auch die Vorlagen waren sauber, „aber leider haben wir im zweiten und dritten Satz die Chancen nicht richtig verwertet“, sagte Bartelt, der zudem den Spielwitz und die zündenden Ideen vermisste.
Außerdem habe es auch gegen Brettorf Abstimmungsprobleme gegeben. Die Gastgeberinnen konnten mit einigen kurzen Bällen punkten und das Spiel letztlich locker nach Hause bringen.
