LEMWERDER - Tobias und Mike haben große Mühe, das Riesen-Monstrum in der Luft zu halten. Die beiden Sechs- und Siebenjährigen wirken angesichts der Größe des Balls winzig. 1,22 Meter ist er im Durchmesser, im Umfang dürfte er doppelt so groß sein wie die beiden Kinder.

Freitagnachmittag in der Ernst-Rodiek-Halle in Lemwerder: 15 Mädchen und Jungen zwischen sechs und 16 Jahren spielen zum ersten Mal eine außergewöhnliche Sportart: Kin-Ball. Das Spiel kommt aus Kanada – und ist jetzt nach Lemwerder „gerollt“.

Der Lemwerder Turnverein (LTV) hat diesen Trend-Sport zunächst testweise in sein Programm genommen, während der Kindersportschule wird wurde er den Kindern vorgestellt und ausprobiert.

Wie kommt eine so exotische Sportart aus Kanada „über den großen Teich“ nach Lemwerder? Die Idee dazu hatte Karen Stuke, die Tochter von Gisela Heidmann, die die Kindersportschule beim LTV ins Leben gerufen hat.

Karen Stuke ist befreundet mit Nicole Sloma. Die 31-Jährige Frau aus Nordenham hat Kin-Ball während eine Workshops des Kneipp-Vereins kennengelernt – jetzt bietet sie ihn probeweise in Lemwerder an.

„Du musst die Farbe rufen“, sagt Nicole Sloma zu einem Mädchen. Das Kind hat Angabe. „Ein bisschen ist es wie beim Volleyball“, sagt Gisela Heidmann. Den Kindern macht’s Spaß.