Lemwerder - Sie haben sich tapfer geschlagen, die große Überraschung blieb indes aus. Die Landesliga-Fußballer des SV Lemwerder sind in der zweiten Runde des Lotto-Pokals ausgeschieden. Am Mittwochabend verloren sie das Heimspiel gegen den Bremen-Ligisten Habenhauser FV mit 3:6 nach Elfmeterschießen. Zur Pause hatten die Lemwerderaner noch mit 2:1 geführt. Nach 90 Minuten stand es 3:3. Im Elfmeterschießen lief beim Team aus der Wesermarsch dann rein gar nichts – kein SVL-Spieler traf. „Zwei Elfmeter haben wir übers Tor geschossen, einen hat Habenhausens Torwart gehalten“, sagte Lemwerders Trainer Norman Stamer.
Dennoch war er mit der Leistung seiner Elf zufrieden. „Das war eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Punktspiel gegen Tura Bremen“, meinte er. „Aber wir haben uns nicht belohnt und müssen uns vorwerfen, dass wir den Sack nicht rechtzeitig zugemacht haben.“
Niedzulka trifft
Die Lemwerderaner hatten einen Traumstart erwischt: André Niedzulka schoss nach einem Zuspiel Levon Hayrapetyans in der 8. Minute das 1:0. Tobias Lange erzielte nach exakt einer halben Stunde das 2:0, nachdem er schön freigespielt worden war. Und der SVL sorgte in der 38. Minute auch für den dritten Treffer. Indes: Florian Radzun hatte den Ball ins eigene Tor befördert. „Wir hätten einen Zwei-Tore-Vorsprung mit in die Pause nehmen müssen“, sagte Stamer. „Aber erst haben wir unsere Chancen nicht genutzt und dann haben wir uns einlullen lassen.“
Den Gästen fiel nicht viel ein. Sie griffen meist mit langen Bällen an, nutzten aber die Fehler des SVL. Dennis Dörgeloh glich in der 59. Minute nach einem unnötigen Ballverlust der Gastgeber aus. Florian Schiller brachte den Favoriten in der 81. Minute in Führung, weil er nicht energisch genug attackiert worden war. „Wir sind ein paar Mal von unserer Linie abgewichen und haben zuviel kleinklein gespielt“, sagte Stamer. Immerhin: Daniel Bahlhorn rettete den SVL mit einem Kopfball nach einer Ecke Sandro Iacovozzis ins Elfmeterschießen (86.).
Doch das sollten die Lemwerderaner bis zum Samstag unbedingt verdrängen. Denn dann geht’s um Punkte in der Landesliga. Um 15 Uhr beginnt die Auswärtspartie beim TSV Lesum-Burgdamm.
Zwei glatte Siege
In der vorigen Saison feierte die Stamer-Elf zwei glatte Siege gegen Lesum (5:0 und 4:0). In dieser Spielzeit sind beide Teams jeweils mit einer Niederlage gestartet. Lemwerder unterlag Tura Bremen mit 1:3, Lesum verlor gegen Woltmershausen mit 1:7. „Lesum ist vor der Saison auseinandergefallen und tritt mit einer komplett neuen Mannschaft an“, sagt Stamer. „Wir müssen Geduld haben und mit derselben Mentalität auftreten wie gegen Habenhausen.“ Dieser Auftritt, sagt er, habe nämlich Mut gemacht.
