Lemwerder - Die in der Landesliga Bremen spielenden Fußballer des SV Lemwerder haben am Sonntag die letzte Partie vor der Winterpause verloren. Sie kassierten im Spitzenspiel gegen SFL Bremerhaven eine 0:3 (0:1)-Heimniederlage. Während die Gäste aus dem Bremerhavener Stadtteil Leherheide Tabellenzweiter bleiben, rutschten die Gastgeber auf den vierten Rang ab. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die Elf aus dem Süden der Wesermarsch eine überragende Hinrunde gespielt hat.
Lemwerders Trainer Norman Stamer war nach dem Spiel dennoch geknickt. „Wir haben uns nicht belohnt“, sagte er. „Leider.“ Mit der Leistung seiner Mannschaft war er ansonsten zufrieden. Gerade die Einstellung habe ihm gefallen. Schließlich habe er einige angeschlagene Spieler aufbieten müssen.
Die Zuschauer sahen eine Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Schon in der zweiten Minute ging es hoch her. Nach einem vermeintlichen Foul an André Niedzulka forderten die Gastgeber vergeblich einen Elfmeter. In der zehnten Minute traf Kevin Schmidtke mit einem Kopfball die Latte des Gäste-Tores. Aber auch SFL war brandgefährlich. „Die Bremerhavener waren schon sehr stark im Umschaltspiel“, sagte Stamer.
In der 35. Minute vergab Niedzulka eine hundertprozentige Möglichkeit. Drei Minuten später hatten die Gastgeber zwar Glück. Aber kurz vor der Pause ging Bremerhaven dann doch in Führung: Unmittelbar nach einem Lemwerderaner Abschlag waren die Gäste über Außen durchgebrochen und hatten die anschließende Hereingabe verwertet (41.). „Das war ein blödes Gegentor“, sagte Stamer. Indes: Noch vor der Pause boten sich seiner Elf zwei weitere gute Chancen. „Ein 1:1 wäre gerecht gewesen“, meinte Stamer.
Auch im zweiten Durchgang spielten sich beide Teams Chancen heraus. Die Gäste waren immer dann gefährlich, wenn die Lemwerderaner ihre Angriffe nicht ganz zu Ende spielten. In der 72. Minute hatte Lemwerder Pech: Steven Holstein traf den Pfosten. „Da haben wir schon alle gejubelt“, sagte Stamer.
Kurz vor Schluss fiel die Entscheidung. Nach einem Ballverlust und einem Stellungsfehler der Gastgeber konnte Frank Schach die Situation nur noch mit einem Foul im eigenen Strafraum bereinigen. Er sah die Rote Karte. Der fällige Elfmeter war gleichbedeutend mit der Entscheidung. „Da war der Drops gelutscht“, sagte Stamer, der noch mit ansehen musste, wie seine Elf kurz darauf das 0:3 kassierte.
Tore: 0:1 Torge-Marvin Kück (43.), 0:2 Eduard Kimmel (85., Foulelfmeter), 0:3 Kück (86.).
SVL: Scholz - Schmidtke, Radzun, Lange, Weinmann, Hayrapetyan (86. Plaster), Holstein, Niedzulka (72. Jasarevic), Kuhlmann (89. Begkondu), Iacovozzi, Schach.
