Lemwerder - Egal, ob Fachpublikum, Reitanfänger oder einfach nur Begleiter – auf dem Gestüt Sosath hatten am Ostersamstag alle ihren Spaß. Tausende Besucher aus weitem Umkreis nahmen die Einladung zum „Tag der offenen Tür“ und dem mittlerweile 11. Fohlenchampionat an und genossen das vielfältige Rahmenprogramm.
Den Auftakt des Schauprogramms in der Reithalle machten die Delme Shanty Singers. Genau andersherum als bei den meisten Chören dieser Art, waren dort die Männer das schmückende Beiwerk. Mit Gitarre oder Akkordeon begleiteten sie die Sängerinnen, die das Publikum musikalisch mit hinaus aufs weite Meer nahmen, bevor Stefan Ostermann auf dem von Fjordpferden gezogenen Römerwagen durch die Halle wirbelte.
„Super Mario“ und seine Freunde, die in bunten Pappautos in die Halle gelaufen kamen, beeindruckten mit einer Kür auf dem Holzpferd. Mit Beweglichkeit und gewagten Sprüngen verzauberten die Mitglieder des Moorriemer Reitclubs das Publikum. In der Kür sei so ein Holzpferd einfacher. Beim Pflichtteil wäre hingegen ein echtes Pferd besser, weil dort der Schwung genutzt werden könne, erklärte im Anschluss die Trainerin.
Aber auch für die anschließend demonstrierte Freiarbeit, für die Volties des RuF Sturmvogel Berne, das Hundefrisbee, die Ponyspieler, die Mannschaftsdressur des RV Stollhamm und natürlich für Publikumsliebling, dem Pony „Joschi“, das mit seiner Trainerin eine Zaubershow präsentierte, gab es jede Menge Applaus.
In den Stallungen wurde derweil die Zeit genutzt, um die Teilnehmer des Fohlenchampionats herauszuputzen. Geduldig ließ Stute „Kassandra“ sich dort die Mähne flechten, um mit ihrem am 14. März geborenen Hengstfohlen zu glänzen. Züchter Werner Weddelage aus Nikolausdorf durfte sich am Ende freuen, dass sein Tier als bestes der elf springbetonten Teilnehmer bewertet wurde.
Bei den Dressurfohlen überzeugte die Nummer 14, das bewegungsstarke Stutfohlen von Florenz aus der Quatergirl von Quaterback x Raphael aus der Zucht von Frank Holtz aus Wiesmoor.
Tattoos gab es am Stand der NWZ. Insektenhotels wurden beim Hegering gebaut. Eine riesige Hüpfburg oder ein Streichelzoo gefielen den kleinen Besuchern ebenso wie das Ponyreiten.
Spannende Einblicke in die Pferdezucht mit interessanten Vorträgen sowie die Möglichkeit, einem Schmied bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen, gehörten genauso zum Programm wie Zubehör rund ums Pferd, allerlei Kunsthandwerkliches und Imbisswagen, die kaum kulinarische Wünsche offen ließen.
