Lemwerder - Die Faustballerinnen des Lemwerder TV haben am Wochenende in Diepenau ihre erste Niederlage kassiert. Sie verloren gegen den MTV Hammah mit 2:3. Zuvor hatten sie den TSG Hagenah mit 3:0 geschlagen. Mit 10:2 Punkten ist der LTV immer noch Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord, weil er im Vergleich mit dem punktgleichen Wardenburger TV das bessere Satzverhältnis hat.

Lemwerder TV - TSV Hagenah 3:0 (13:11, 11:7, 11:8). Lemwerder ging mit Anika Langpaap und Nicole Zabka am Schlag, Stephanie Suhren in der Mitte sowie Saskia Gelhaus und Darja Seemann in der Abwehr in die erste Partie nach der vierwöchigen Pause. Der erste Satz litt unter dem feuchten Rasen – die Teams beschnupperten sich. Die Zuschauer sahen ein reines Angabenspiel. Der LTV gewann den Satz mit 13:11. Anschließend steigerte sich Lemwerder in allen Bereichen. Der LTV gewann auch Satz zwei. Zwar schlichen sich im dritten Satz kleine Fehler ein, „aber die Mädels haben die Nerven bewahrt“, sagte Patrick Bartelt, der den LTV zusammen mit Arthur Dick trainiert.

Lemwerder TV - MTV Hammah 2:3 (5:11, 6:11, 11:9, 11:9, 7:11). Coach Bartelt nahm eine Änderung vor: Janika Seemann ersetzte Darja Seemann in der Abwehr. Hammahs bärenstarke Angreiferin überraschte Lemwerder mit langen, platzierten Bällen über die Mitte. Zudem fehlte dem LTV die Absprache in der Abwehr. Außerdem kritisierte Bartelt, dass sich seine Spielerinnen in den ersten beiden Sätzen zu früh aufgegeben hatten.

Doch sie fingen sich. Die Abwehr steigerte sich, die Spielerinnen kämpften – die Zuschauer sahen lange Ballwechsel. Überdies kämpfte Hammahs Topangreiferin mit Konditionsproblemen. Die Folge: Lemwerder gewann die Sätze drei und vier knapp.

Der fünfte Satz war dann lange Zeit ausgeglichen. Aber ausgerechnet in der entscheidenden Phase fehlte Lemwerder der Biss.

Bartelt betonte, dass die lange Pause seiner Mannschaft nicht gut getan habe. Im Training wolle man in dieser Woche die Absprache verbessern und die Spielerinnen mental stärken.